Das neue ZUK-Bildungsprogramm stellten vor (v. li.): Martin Blösl, Barbara Saller-Hallensleben, Martin Malkmus und Andrew Blackwell. Foto: Arp

Zentrum für Umwelt und Kultur

Neues Bildungsprogramm: „Ohne Boden – bodenlos“

Nitratbelastung und Flächenversiegelung zerstören Böden, die jahrtausendelang die Lebensgrundlage von Tier und Mensch sind. Das „Zentrum für Umwelt und Kultur“ (ZUK) hat damit genug Gründe, das neue Bildungsprogramm unter die Überschrift „Ohne Boden – bodenlos?!“ zu stellen.

Benediktbeuern Am Mittwoch stellte das ZUK das neue Programm vor, das von März 2018 bis März 2019 gültig ist. Es wird im ZUK, in den Gästeinformationen Bichl, Benediktbeuern und Kochel, in den Sparkassen und online erhältlich sein.

„Das Thema Boden wird vom bayerischen Umweltministerium gefördert“, sagte Martin Malkmus. Denn Böden sind einerseits Ernährungsgrundlage und schützen andererseits das Klima. „Ein Hektar Moor speichere beispielsweise 700 Tonnen Kohlenstoff-Dioxid (CO2). Wenn das Moor entwässert wird, gelangt das alles in die Atmosphäre“, erklärte der Geograf und Bildungsreferent des ZUK. Zudem würden die Böden unzählige Lebewesen beherbergen.

Zusätzlich zum Schwerpunkt „Böden als Lebensgrundlage“ gibt es laut Martin Blösl noch drei andere wichtige Themen im neuen Jahresprogramm: „Die Vielfalt von Natur und Kultur“, „Nachhaltige Lebensstile“ und „Praktizierte Schöpfungsverantwortung“. Insgesamt verzeichnet das neue Programm über 90 verschiedene Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Familien. Darunter sind Kinderprogramme für Oster-, Pfingst- und Sommerferien, Familientage und Eltern-Kind-Wochenenden sowie Bildungsprojekte und Fortbildungsmöglichkeiten für Pädagogen und Schulen. Im Jahr 2016 nahmen 16 300 Kinder und 7300 Erwachsene am ZUK-Programm teil.

Der Klimaschutz und ein nachhaltiger Lebensstil „liegen uns sehr am Herzen“, sagt ZUK-Bildungsreferentin Barbara Saller-Hallensleben. Dabei gehe es um kleine Schritte in die richtige Richtung und um Bewusstseinswerdung. Beim Klimafasten lernen die Familien Wege, den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren (wir berichteten).

Die erfolgreiche Ferienbetreuung „Unterwegs mit Raumschiff Erde – Dem Leben auf der Spur“ soll auch in diesem Jahr wieder für naturbegeisterte Kinder von 6. bis 10. August stattfinden. „Wir haben dort einen sehr guten Betreuungsschlüssel. Ein Betreuer kümmert sich um sechs Kinder“, sagt Andrew Blackwell. „Das Ganztagesprogramm enthält Frühstück, Mittagessen und einen Nachmittags-Snack“, ergänzt der Umweltpädagoge.

Nora Linnerud

Das Thema „praktizierte Schöpfungsverantwortung“ richtet sich nach der Enzyklika von Papst Franziskus und gibt Impulse entlang der Frage: „Was bewegt uns, uns für die Schöpfung einzusetzen?“, so Blösl. Auch „neue Medien“ finden ihren Platz im ZUK-Programm.  nl

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