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Braucht der Gästepark eine Aufwertung oder nicht? Darüber herrscht in Benediktbeuern Uneinigkeit. Jetzt wird der Gemeinderat wieder entscheiden. 

Dorferneuerung

Neues Konzept für Gästepark

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Benediktbeuern –  Der Vorstand der Dorferneuerung in Benediktbeuern hat sich nun auf eine verkleinerte Version des Konzepts zur Gästepark-Umgestaltung geeinigt. Noch im März soll der Gemeinderat darüber entscheiden. Bürgermeister Kiefersauer will dagegen stimmen.

Umgestaltung ja oder nein? Darüber scheiden sich seit 2011 die Geister. Eine Projektgruppe diskutierte rund zwei Jahre lang und legte dem Gemeinderat ein umfangreiches Konzept vor, das dieser nach langer und kritischer Diskussion im März 2013 mit zwei Gegenstimmen beschlossen hat. Die Kommunalpolitiker machten aber auch deutlich, dass man aufgrund der finanziellen Herausforderungen (Schwimmbad, neues Feuerwehrhaus) nicht sagen könne, wann man das Projekt anpacken könne. Kostenschätzung damals: 165 000 Euro für die Gemeinde plus 140 000 Euro Unterstützung durch die Dorferneuerung (finanziert vom Amt für Ländliche Entwicklung).

Nach dem Wahlkampf 2014, einigen grundsätzlichen Diskussionen um die Dorferneuerung und einer Klausur-Tagung im November 2015 ist der Park nun wieder verstärkt in den Fokus gerückt. In einer Sitzung am vergangenen Donnerstag einigte sich der Vorstand auf ein verkleinertes Konzept. Es sieht vor, dass der Pavillon und der Wertstoffinsel-Bereich nicht erneuert werden. Auch künstlerisch gestaltete Stelen sollen nicht verwirklicht werden. Stattdessen stellt man sich folgendes vor: Verbesserung der Wege, kleine „Aufenthaltsinseln“ (Sitzmöglichkeiten) und Kinderspielgeräte, verteilt über den ganzen Park (nahe den Sitzgruppen) und für alle Altersgruppen. Kosten: rund 113 000 Euro (plus Aufwand Planungsbüro) für die Gemeinde, unterstützt mit rund 92 000 Euro durch die Dorferneuerung.

„Diese abgespeckte Variante ist für uns immer noch gehaltvoll“, sagt Barbara Hofmann von der Projektgruppe. „Die wichtigsten Sachen sind drin.“ Gerade die Kleinkinder-Spielbereiche würden sich die Bürger sehr wünschen. Auch für Jugendliche soll es einen Bereich geben.

Die neue Planung muss nun wieder vom Gemeinderat abgesegnet werden, laut Bürgermeister Hans Kiefersauer noch im März. Der Rathauschef, der bei der Sitzung am Donnerstag dabei war, kündigt aber an, dagegen zu stimmen. Er will stattdessen lieber nur den maroden Spielplatz im Park sanieren. Kosten: 60 000 Euro. Eine Verteilung der Geräte über den Park hält er nicht für sinnvoll. „Der Unterhalt, sprich das Ausmähen vom Gras, ist hoch.“ Außerdem: „Wenn wir den Park neu gestalten, werden bestimmt bald auch Forderungen nach einem öffentlichen WC laut. Wir können uns das alles nicht leisten.“

Kiefersauer argumentiert auch mit Fördergeldern: „Für 2016 kriegen wir vom Amt nix mehr.“ Für 2017 sei der Zuschuss „vage“. Ein neuer Spielplatz aber müsse „dringend angepackt werden“. „Wir wissen natürlich auch, dass man aufs Geld schauen muss“, sagt Hofmann von der Projektgruppe. Aber dem Park würde eine Aufwertung gut tun. „Wir haben dabei an Möglichkeiten für alle Generationen gedacht.“

Der Gemeinderat wird also nun eine Grundsatzentscheidung fällen. „Wir hoffen, es geht durch“, sagt Hofmann. Und Kiefersauer meint: „Wenn ich mich mit meiner Meinung nicht durchsetzen kann, werde ich es sportlich nehmen.“

Die nächste Sitzung ist für den 16. März geplant.

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