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Sie führen die CSU im Landkreis: Martin Bachhuber (3. v. re.) bleibt Kreisvorsitzender. Ihm zur Seite stehen (v. li.) Thomas Holz, Thomas Gründl, Sabine Lorenz und Franz Demmel. Es gratulierte Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan. 

Neuwahlen

Ohne Gegenstimme: Martin Bachhuber bleibt CSU-Kreis-Chef

Martin Bachhuber bleibt Chef der CSU im Landkreis. Der Vorsitzende der Jungen Union Andreas Ofenbeck fiel dagegen bei der Wahl zum Stellvertreter durch.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Fast sozialistische Verhältnisse herrschten bei den Neuwahlen des CSU-Kreisverbands im Benediktbeurer Postsaal: Ohne Gegenstimme (bei drei abgegebenen leeren Stimmzetteln) wurde Martin Bachhuber als Vorsitzender im Amt bestätigt. Seine vier Stellvertreter bleiben Franz Demmel, Thomas Holz, Thomas Gründl und Sabine Lorenz.

Eine herbe Niederlage erlitt Andreas Ofenbeck. Obwohl er als Kreisvorsitzender der Jungen Union bereits Kraft seines Amtes vollwertiges Mitglied im CSU-Kreisvorstand ist, kandidierte er für einen Posten als stellvertretender Vorsitzender. Trotz engagierter Präsentation seiner Person erhielt Ofenbeck nur 28 von 102 Delegiertenstimmen.

In allen Reden war spürbar, dass der Bundestagswahlkampf langsam an Fahrt gewinnt. So wurden die Verdienste der CSU in der aktuellen Regierungskoalition hervorgehoben. „Die Politik der CSU hat sich in Deutschland durchgesetzt“, sagte Bachhuber. Alles, was nicht so gut funktioniert hat, wurde der SPD angelastet. „Das im Hauruck-Verfahren durchgepeitschte Gesetz ,Ehe für alle‘‘ ist für mich eine der dunkelsten Stunden der aktuellen Bundesregierung“, ereiferte sich der alte und neue Kreisvorsitzende. Bachhuber hob das Engagement seiner Partei bei der S-Bahn-Verlängerung und der B 11-Verlegung in Geretsried sowie bei der Tölzer Nordumfahrung hervor. „Dass das so lange dauert, hat freilich mit unserer kritischen Bevölkerung zu tun“, sagte der Landtagsabgeordnete. Man müsse deshalb Verzögerungen bei den weiterführenden Planungen hinnehmen.

Etwas tiefer in die Entwicklung der Region stieg Thomas Holz in seinem Bericht aus dem Kreistag ein. Er bezeichnete die S7-Verlängerung als „größtes Infrastrukturprojekt der nächsten Jahre“. Eine Fertigstellung sei 2027 angedacht. Dabei betonte er: „Der große Zeitrahmen hat absolut nichts mit dem Bau der zweiten Stammstrecke in München zu tun.“

Als „bedauerlich“ bezeichnete Holz die Schließung der Geburtshilfe-Abteilung in der Tölzer Stadtklinik. Allerdings sei dies kein Einzelfall. Zuletzt seien an bayerischen Kliniken 35 solcher Abteilungen geschlossen worden. Dennoch könne man mit dem Planungsstand zufrieden sein. Die Geburtshilfe an der Wolfratshauser Kreisklinik soll in enger Zusammenarbeit mit Starnberg erhalten bleiben.

Schließlich bezeichnete Holz es noch als „starkes Stück“, dass sich aktuell der „liebe Grüne Miesbacher Landrat“ nicht an frühere Absprachen halten will. Wie berichtet plant dieser, an der BOS Miesbach einen Gesundheitszweig einzurichten, und tritt damit in direkte Konkurrenz zur BOS Tölz. Kategorisch forderte Holz den hiesigen Landrat Josef Niedermaier auf: „Jetzt musst auch Du die Samthandschuhe ausziehen.“

Die Wahlergebnisse

Die 102 Delegierten wählten die Vorstandschaft des Kreisverbands der CSU neu (Anzahl der Stimmen in Klammern):

Vorsitzender Martin Bachhuber (98); Stellvertreter: Franz Demmel (82), Thomas Holz (79), Thomas Gründl (74), Sabine Lorenz (66); Schriftführer: Dr. Sabine Gus-Mayer (102) und Susanne Thomas (102); Schatzmeister: Wolfgang Mulzer (102); Kassenprüfer: Renate Spandel (102) und Volker Reeh (102); Beisitzer: Werner Weindl (71), Gerhard Knill (67), Birgitta Opitz (56), Karl Murböck (54), Christine Rinner (51), Gerhard Meinl (49), Josef Neuner (45), Martin Ehrenhuber (43), Florian Bacher (42), Traudi Fröstl (42), Heiko Arndt (38), Ursula Henseler (38), Dr. Christof Botzenhart (38) und Stefanie Rasch (37).

Ewald Scheitterer

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