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Orientierungslos an der Benediktenwand: Bergwacht rettet fünf Wanderer

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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In der Dunkelheit brachten die ehrenamtlichen Retter die fünf Wanderer zu den an der Materialseilbahn abgestellten Einsatzfahrzeugen.
In der Dunkelheit brachten die ehrenamtlichen Retter die fünf Wanderer zu den an der Materialseilbahn abgestellten Einsatzfahrzeugen. © Bergwacht Benediktbeuern

Der Wetterumschwung mit Schneeregen und die einbrechende Dunkelheit sorgten am Samstag dafür, dass fünf Wanderer an der Benediktenwand die Orientierung verloren. Die Bergwacht Benediktbeuern musste die Gruppe retten.

Benediktbeuern – „Fünf verstiegene Personen, völlig durchnässt und durchgefroren, aber unverletzt an der Tutzinger Hütte“: So lautete am Samstagabend gegen 19 Uhr die Meldung, mit der die Leitstelle Oberland die ehrenamtlichen Kräfte der Bergwacht Benediktbeuern alarmierte. Es war der Beginn eines zweistündigen Einsatzes.

Benediktenwand: Bei der Gipfelrast vom Schlechtwettereinbruch überrascht

Eine Gruppe von fünf Wanderern – zwischen 25 und 30 Jahre alt – war gegen 10 Uhr von der Jachenau aus Richtung Benediktenwand aufgestiegen. Über den Altweibersteig erreichten sie etwa drei Stunden später den Gipfel. „Während der Rast kam es gegen 13 Uhr zum Schlechtwettereinbruch mit Schneeregen“, schildert die Benediktbeurer Bergwacht. Das schlechte Wetter machte es für die Ortsunkundigen schwierig, den Rückweg zu finden.

Nach mehrere Versuchen, den Rückweg zu finden, landet die Gruppe an geschlossener Hütte

„Durch die am späten Nachmittag einsetzende Dunkelheit verlor die Gruppe komplett die Orientierung.“ Nach mehreren Versuchen, den richtigen Rückweg einzuschlagen, erreichten die Wanderer schließlich völlig durchnässt und erschöpft die zu dieser Jahreszeit geschlossene Tutzinger Hütte und setzten den Notruf ab.

Ehrenamtliche Bergretter versorgen Wanderer mit warmer Kleidung und heißen Getränken

Drei ehrenamtliche Retter der Bergwacht machten sich mit dem Rettungsfahrzeug auf, um die Erstversorgung der Verstiegenen zu übernehmen. Dieser erste Trupp erreichte die Wandergruppe gegen 19.50 Uhr. Drei weitere Einsatzkräfte stießen mit zusätzlicher Kleidung und warmen Getränken wenig später zu der Gruppe.

Einsatz der Bergwacht nach zwei Stunden beendet

Nach einem 20-minütigen Fußmarsch wurden die Einsatzfahrzeuge, die an der Materialseilbahn abgestellt waren, erreicht und die Verstiegenen wohlbehalten ins Tal gebracht. Von dort aus brachte sie ein Taxi zurück in die Jachenau. Für die Bergwacht Benediktbeuern war der Einsatz gegen 21 Uhr beendet.

Bergwacht wendet sich mit eindringlicher Bitte an Wanderer

In diesem Zusammenhang bitten die Retter alle Wanderer auf eine der Witterung angepasste Kleidung zu achten. Dazu gehören eine warme und regenfeste Jacke, Bergschuhe, Mütze und Schal. Bei der Tourenplanung sollte die um die Jahreszeit früher einsetzende Dunkelheit berücksichtigt werden. Zudem wird das Mitführen einer Stirnlampe empfohlen. Wenn Smartphones zur Orientierung genutzt werden, sollte für eventuelle Not- und Rückrufe immer auf einen ausreichenden Akkustand geachtet werden. Gegebenenfalls ist es sinnvoll, eine zusätzliche Powerbank einzupacken.  

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