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Der Fußweg zu einer Lagune in den Bergen im Norden Argentiniens: Hier war Rainer Lampadius 2012 unterwegs und fing die Stimmung mit der Kamera ein. Der Heilbrunner arbeitet ausschließlich in Schwarzweiß-Technik. 

Ausstellung von Rainer Lampadius im Kreuzgang

„Orte der Ruhe“: Besondere Fotografien im Kloster Benediktbeuern

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Klöster sind Orte der Ruhe, der Stille und der inneren Einkehr. Die Fotoausstellung „Orte der Ruhe“ von Rainer Lampadius aus Bad Heilbrunn kann deshalb keinen besseren Platz finden als jenen im Kreuzgang des Klosters Benediktbeuern.

Benediktbeuern/Bad Heilbrunn– Noch bis zum 6. Oktober zeigt Lampadius dort 50 seiner Schwarzweiß-Fotografien.

Die Ausstellung ist sehr sehenswert. Sie gliedert sich in drei Bereiche: Im Westflügel hängen Fotos unter dem Titel „Landschaftsruhe“, im Südflügel sieht man Mausoleen und Gedenkstätten, und auf der Ostseite thematisiert Lampadius die „Stille der Gräber“.

„In einer hektischen und lauten Zeit wie der unseren hat man manchmal das Bedürfnis und den Wunsch nach Ruhe und Stille“, sagt Lampadius. „Nach Plätzen, an denen man beides finden kann. Es gibt sie. Man muss sie nur suchen und sehen.“ Und das hat Lampadius. Der Heilbrunner, bis zu seiner Pensionierung Lehrer für Chemie und Sport am Gymnasium in Geretsried, ist nicht nur hierzulande mit der Kamera unterwegs, sondern auch auf Reisen, etwa in Marokko, Italien, Iran, Chile, Argentinien, Usbekistan oder in der Türkei. Überall dort hat er sich auch selbst nicht die Ruhe nehmen lassen, zu fotografieren. Seine Bilder, allesamt 60 auf 80 Zentimeter groß, hat er geschickt gehängt: Ein Salzsee in Argentinien neben dem Sylvenstein. Jüdische Grabmäler in Kanada und in der Türkei – letztere wirken sehr orientalisch. Bei längerer Betrachtung entdeckt man stets Gemeinsamkeiten – Orte der Ruhe, die eine große Kraft ausstrahlen.

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Gefragt nach seiner Kamera, sagt Lampadius: „Das ist heute nicht mehr entscheidend.“ Gute Fotos könne man mittlerweile auch mit dem iPhone machen, allerdings habe dies noch keine Weitwinkel. „Und manchmal ist ein Teleobjektiv natürlich schon sinnvoll.“ Für gute Fotos, sagt Lampadius, brauche man den richtigen Augenblick und das richtige Motiv. Und Zeit. „Fotografieren bedeutet für mich, mit Licht zu malen.“ 

Die Fotos hängen noch bis Sonntag, 6. Oktober, im Kreuzgang. Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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