Die Absolventen der Mittelschule Benediktbeuern.
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Die Absolventen der Mittelschule Benediktbeuern.

Qualifizierter Schulabschluss 

Im Corona-Jahr ging es in Benediktbeuern nur bergauf

  • vonEwald Scheitterer
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„Ein ungewöhnlicher Zeitpunkt am frühen Nachmittag, ein ungewöhnlicher Ort und ein ungewöhnlicher Rahmen“, so umriss Rektor Peter Mückstein die „etwas andere“ Abschlussfeier der Mittelschule Benediktbeuern am Donnerstag, die in der großen Schulturnhalle stattfand.

Benediktbeuern –  Insgesamt wurden 19 Absolventen ins Berufsleben oder an eine weiterführende Schule entlassen. Die besten Entlassschüler waren Johanna Hauser (Notendurchschnitt 1,5), Josef Gebhardt (1,7) und Kilian Ende (2,0).

Zwei Schüler mit Eins vor dem Komma 

„Ich weiß es ist doof, aber Vorschrift“, so der Schulleiter, als er – um die Hygieneregeln einzuhalten – die Schüler bat, mit Mundschutz zur Zeugnisübergabe nach vorne zu kommen. Da trugen dann auch der Rektor, Konrektorin Johanna Basel und Klassleiterin Bettina Weißenbühler-Castan Maske und Handschuhe, aber das tragbare Mikrofon wurde ohne zwischenzeitliche Desinfektion einfach von Lehrkraft zu Lehrkraft und zu einigen Schülern weitergereicht. Verständlich, dass da Mückstein erklärte: „Ich hoffe, dass das die einzige Abschlussfeier dieser Art in meiner Karriere bleibt.“

Persönlichkeitsentwicklung „das Wichtigste“ 

Der Benediktbeurer Bürgermeister Toni Ortlieb erinnerte als Schulverbands-Vorsitzender in seinem Grußwort an seine eigene Schulzeit, dass es auch damals viele Höhen und Tiefen gegeben habe: „Auch damals wechselten Freude und Frust immer wieder ab.“ Abgesehen von den zumeist recht guten Noten, betonte er: „Ihr habt euch hier alle in den letzten Jahren zu Persönlichkeiten entwickelt. Das ist das Wichtigste.“ Gerade zu Corona-Zeiten wäre es ohne die tatkräftige Unterstützung durch die Eltern nicht gegangen, „schönen Dank dafür“. Der Rathauschef verwies darauf, dass die nun abgeschlossene Schulausbildung ein Garant dafür sei, „dass die heimischen Betriebe gute Fachkräfte bekommen.“ Er bat daher die Eltern, dass sie auch weiterhin gute Ratgeber blieben, wenn die Kinder jetzt eine Berufsausbildung machen. Zudem appellierte er an die Absolventen: „Setzt euch bitte auch in unserer Gesellschaft für ein gutes Füreinander und Miteinander ein.“

Auch positive Corona-Auswirkungen 

Auch wenn die Corona-Pandemie eine gesellschaftliche Katastrophe sei, haben die Abschlussschüler gezeigt, was sie können. So erklärte Konrektorin Johanna Basel: „Die meisten haben ihr Ziel erreicht und den Quali geschafft.“ Dabei hätte Corona auch gute Seiten aufgezeigt: „Das gezielte Quali-Training in kleinen Gruppen hat sich letztlich ausgezahlt und spiegelt sich in guten Ergebnissen wider.“ Hier hakte auch die Klassleiterin ein, die betonte: „Manche Talente haben sich sogar erst in der Corona-Zeit gezeigt.“ Insgesamt sei man gemeinsam einen Berg hochgestiefelt – „und es ging immer bergauf.“ Vor allem lobte sie auch den großen Zusammenhalt unter der den Schülern, „da wurde keiner zurückgelassen, jeder Einzelne hat sich eingebracht und mitgeholfen, dass alle letztlich das Ziel erreicht haben.“ So bekamen alle Absolventen zum Abschied neben dem Zeugnis auch noch ein persönliches Freundschaftsband überreicht.  

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