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Neue Eingangstür und ein Aufzug: Das sind einige der Modernisierungsarbeiten im Rathaus ab 2017. 

Umbauplanungen laufen

Rathaus wird barrierefrei

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Benediktbeuern – Barrierefrei und serviceorientierter – so will sich künftig das Benediktbeurer Rathaus präsentieren. Derzeit wird alles für den Umbau vorbereitet, der im Winter starten soll.

 Die Eingangstür ist schwer, und wer gehbehindert ist, kommt gar nicht in den ersten Stock. Und die alte Ölheizung ist auch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Die Gemeinde Benediktbeuern hat schon seit gut zwei Jahren eine Renovierung ihres Verwaltungsgebäudes im Visier.

Die Umbaupläne liegen schon länger in der Schublade und drohten fasst zu scheitern. Knackpunkt ist das Geld. Nach der letzten Kommunalwahl 2014 machte sich die Gemeinde Hoffnungen nach der Aussage von Ministerpräsident Horst Seehofer, dass „Bayern in zehn Jahren komplett barrierefrei“ sein werde (gesagt 2013). Einer der neuen Gemeinderäte sitzt nämlich im Rollstuhl und muss vor jeder Sitzung in den ersten Stock getragen werden.

Doch es blieb beim befürchteten Lippenbekenntnis, worüber sich nicht nur Bürgermeister Hans Kiefersauer ziemlich ärgerte. Die Staatsregierung wies lediglich 16 Modellkommunen in Bayern aus, in Oberbayern sind es Starnberg und Traunstein (wir berichteten). Heuer im Mai kam schließlich die gute Nachricht vom Heilbrunner Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber, der für die Gemeinde aus dem Fördertopf des Kommunalinvestitionsprogamms (KIP) 657 000 Euro herausgeholt hat.

„Ohne den Zuschuss hätten wir es nicht machen können“, sagt Kiefersauer. Insgesamt wird die Gemeinde 1,1 Millionen Euro investieren.

Und was ist geplant? Die Renovierungsarbeiten sind umfangreich. Die Eingangstür wird durch moderne, selbstöffnende Schiebetüren ersetzt. Dort, wo jetzt die Informationstafel hängt, wird ein Aufzug eingebaut, der bis ins Dachgeschoss gehen wird. Denn auch dieses Geschoss wird ausgebaut und für Büroräume genutzt. Hier gibt es nicht nur einen Raum zur Personal- und Rentenberatung (die der Verein Zammlebn anbietet), sondern auch der Bichler Bürgermeister bekommt ein Arbeitszimmer. Außerdem gibt es Platz für das Archiv. Zudem soll das Foyer im Eingangsbereich „bürgerfreundlicher gestaltet werden“, sagt Kiefersauer. „Es wird einen Wartebereich geben.“

Das Gebäude wird außerdem energetisch ertüchtigt. Die 20 Jahre alte Ölheizung wird „wahrscheinlich durch eine Pelletsanlage“ ersetzt, so Kiefersauer. „Hier müssen wir aber noch definitiv entscheiden.“ Der einmal angedachte Nahwärme-Verbund mit Gäste-Info, Kindergarten und Alter Apotheke (wir berichteten) sei vom Tisch. „Kleinere Anlagen arbeiten wesentlich effektiver und haben nicht so hohe Wartungskosten“, sagt der Bürgermeister. Lediglich die Gäste-Info werde auch an die Anlage angeschlossen. Und aus Brandschutzgründen wird an den Sitzungssaal im ersten Stock noch eine Außentreppe angebaut. Zudem wird überlegt, ob man auf das Dach eine Solaranlage baut.

Die Umbauten müssen noch vom Landratsamt genehmigt werden. Kiefersauer rechnet damit, dass die Planungsphase „im November oder Dezember abgeschlossen ist“ und will dann Anfang 2017 mit dem Bau anfangen. Für die Bürger geht der gewohnte Betrieb weiter. Die Mitarbeiter werden unter Umständen kurzfristig in Räume in der Gäste-Info oder sogar mal ein paar Wochen im Container arbeiten müssen. „Aber ich denke, es dauert nicht lange und ist zumutbar“, so Kiefersauer.

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