+
Weil der Benediktbeurer einsichtig ist und sein Job bedroht ist, hatte auch der Richter Verständnis.

Vor Gericht

Richter ist milde: Benediktbeurer bekommt Führerschein früher zurück

  • schließen

Weil er mit 0,48 Promille Alkohol im Blut einen Unfall verursachte, wurde ein Benediktbeurer mittels Strafbefehl zu 2800 Euro Geldstrafe und einem Fahrverbot von insgesamt 13 Monaten verurteilt.

Benediktbeuern/Wolfratshausen Dagegen legte der 58-Jährige Einspruch ein. Mit Erfolg: Das Fahrverbot wurde nun vom Amtsgericht Wolfratshausen erheblich reduziert.

Am 7. Juni dieses Jahres war der Beschuldigte auf der B 11 bei Bad Heilbrunn mit seinem Skoda frontal in einen entgegenkommenden Toyota gekracht. Dessen Fahrerin erlitt diverse Prellungen. An ihrem Auto entstand ein Sachschaden in Höhe von 21 700 Euro. Der Verursacher hatte zum Unfallzeitpunkt 0,48 Promille Alkohol im Blut. Deshalb musste er sich wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung verantworten. „Der Sachverhalt wird eingeräumt, die Anzahl der Tagessätze und die Höhe auch, das passt alles“, erklärte der Verteidiger für seinen Mandanten, der vom persönlichen Erscheinen zur Hauptverhandlung entbunden worden war.

Nach Leonhardifahrt fliegen in Bad Tölz die Fäuste

Nur die Sperrfrist für den Führerschein sei deutlich zu hoch, angesichts der „relativ geringen Verletzung und der niedrigen Alkoholisierung“, monierte der Rechtsanwalt. Er betonte, der Angeklagte sei beruflich dringend auf seinen Führerschein angewiesen. „Die Kündigung steht deswegen im Raum.“

Reiserlift: Saisonstart mit neuen Betreibern

Während der Staatsanwalt die im Strafbefehl ausgewiesene Sperrfrist weiterhin für angemessen hielt („Ich meine, da ist kein Spielraum“), folgte Richter Helmut Berger der Meinung des Verteidigers, mit noch drei Monaten könne es sein Bewenden haben, nachdem der Führerschein bereits knapp fünf Monate weg ist. „Die Beschränkung auf die Rechtsfolgen zeigt einen einsichtigen Verkehrsteilnehmer“, hielt Berger dem Angeklagten, der bisher verkehrsrechtlich und strafrechtlich nie aufgefallen war, zu Gute. Er verurteilte den Mann zu der im Strafbefehl festgesetzten Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 40 Euro und wies die Verkehrsbehörde an, dem Mann „vor Ablauf von noch drei Monaten keine neue Fahrerlaubnis auszustellen“.  

Bergwacht-Benefizabend: Bernd Ritschel stellt am Samstagabend seine Heimat vor

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ein Fenster ins alte Tölz: Neues Buch mit historischen Aufnahmen und Geschichten
Neun Jahre nach seinem kenntnisreichen und bildmächtigen buch über Bad Tölz hat Autor Christoph Schnitzer nun ein weiteres Buch über die Stadtgeschichte herausgegeben.
Ein Fenster ins alte Tölz: Neues Buch mit historischen Aufnahmen und Geschichten
Kommunalwahl 2020: SPD Tölz fordert mehr Engagement beim bezahlbaren Wohnraum
Unter dem Titel „Ernst fragt nach“ lädt die Tölzer SPD derzeit immer wieder zu Wahlkampfveranstaltungen ein. Jetzt ging  es um das Thema Wohnraum.
Kommunalwahl 2020: SPD Tölz fordert mehr Engagement beim bezahlbaren Wohnraum
Bestes Trinkwasser und keine Keime
Ganz  hervorragend ist das Trinkwasser in Arzbach und Schlegldorf. Darum ging es jetzt beim Jahrestreffen es Wasserbeschaffungsverbands (WBV).
Bestes Trinkwasser und keine Keime
Tölzer Marktstraße: Rauchentwicklung ruft Feuerwehr auf den Plan
Großes Blaulichtaufgebot am Samstagvormittag in der Tölzer Marktstraße. Eine Rauchentwicklung an einem der historischen Gebäude hatte die Retter auf den Plan gerufen.
Tölzer Marktstraße: Rauchentwicklung ruft Feuerwehr auf den Plan

Kommentare