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Mit einer Folie werden das neue Mauerwerk und die Balken derzeit noch abgedeckt. Im Dachgeschoss entstehen Büroräume.  

Sanierung in Benediktbeuern

Rathaus-Umbau liegt im Zeitplan

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Beim Umbau des Benediktbeurer Rathauses läuft alles nach Plan. Bis Ende August soll das neue Dach fertig sein. Einige Büros sind derzeit in der Gäste-Info untergebracht.

Benediktbeuern– Franz Ambrugger ist zufrieden. „Wir liegen im Terminplan“, freut sich der Bautechniker, dessen Büro die Bauleitung für den Umbau übernommen hat. Derzeit läuft es so wie geplant. Wie berichtet, soll das Rathaus barrierefrei werden, es bekommt einen Aufzug und zusätzliche Büroräume im Dachgeschoss.

Die Arbeiten konzentrieren sich im August auf das Dach. Der neue Dachstuhl, der seit wenigen Tagen komplett darauf ist, sitzt 40 Zentimeter höher. Beim Rundgang bekommt man schon jetzt einen Eindruck, wie schön die Räume einmal werden. Für das Licht sorgen Gauben auf Nord- und Südseite. Auf dem Dach wird zudem eine große Fotovoltaikanlage mit 44 Modulen liegen, die auch die Gäste-Info und eine E-Tankstelle mitversorgt.

„Die Arbeiten am Dach werden noch drei bis vier Wochen dauern“, sagt Ambrugger. Dann geht es im Inneren weiter. Unter anderem werden die WCs saniert. Zudem soll das Verwaltungsgebäude so gut wie möglich behindertengerecht eingerichtet werden. Gemeinderat Ralph Seifert, der im Rollstuhl sitzt, sowie Fachstellen, die sich um Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen kümmern, geben dazu Tipps. „Da kann man mit kleinen Dingen schon sehr viel machen“, sagt Seifert und nennt als Beispiel Kontraststreifen auf Treppenstufen. Zudem wird eine breite, selbstöffnende Glastür das Betreten des Hauses erleichtern.

„Ein Gebäude während des laufenden Betriebs umzubauen, ist immer eine Herausforderung“, sagt Ambrugger. Er weiß, dass die Mitarbeiter „schon einiges an Lärm ertragen mussten“. Aufgrund der Bauarbeiten sind seit 7. August einige Büros im Lesesaal der Gäste-Info untergebracht, nämlich Einwohnermeldeamt, Passwesen, Gewerbeamt und Fundbüro sowie das Büro für öffentliche Sicherheit und Ordnung und die Liegenschaftsverwaltung. Am Service und an den Öffnungszeiten ändere sich nichts, betont die Gemeinde.

Die Alternative, nämlich die ganze Rathausverwaltung in Container zu verlagern, wäre zu teuer gewesen. „Da wären Kosten von 200 000 bis 300 000 Euro entstanden“, sagt Ambrugger.

Um das Haus, das aus dem 18. Jahrhundert stammt und letztmals 1996 renoviert wurde, auch energetisch fit für die Zukunft zu machen, erhält es noch ein Wärmedämmverbundsystem. „An der Optik wird sich aber nicht viel ändern“, sagt Ambrugger.

Im Spätherbst sollen die Bauarbeiten am Rathaus beendet sein. Sie kosten insgesamt 1,1 Millionen Euro, es gibt jedoch rund 660 000 Euro Zuschuss vom Freistaat Bayern.

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