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Die Tage dieses Schilderwalds sind gezählt. Es gibt ein neues, einheitliches Konzept fürs ganze Dorf. 

Gemeinderat will Änderung

Schilderwald wird aufgelöst

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Sie sind grün, blau oder schon grau, teils nicht mehr lesbar und ziemlich unübersichtlich: Benediktbeuern wird den Schilderwald auflösen. Die neuen Hinweistafeln ähneln jenen in Kochel.

Benediktbeuern– Derzeit gibt es im Klosterdorf rund 80 Schilder an 23 Standorten. Sie weisen den Weg zu Läden, Pensionen und Hotels, allerdings alles andere als einladend. „Diese Beschilderung ist eines Tourismusortes nicht mehr würdig“, sagte Bürgermeister Hans Kiefersauer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Einige Schilder seien verbogen und verblichen, und so manche Firma würde es schon gar nicht mehr geben. „Wir werden den Schilderwald entschlacken“, kündigte der Bürgermeister an – auch unter dem Gesichtspunkt, dass heute fast jeder Autofahrer ein Navi habe.

Vorbild für die neuen Schilder sind jene in der Gemeinde Kochel. Benediktbeuerns Gäste-Info-Chefin Sabine Rauscher präsentierte dem Gemeinderat eine Idee, wie man die Schilder im Klosterdorf gestalten möchte. Für Gastronomie, Hotels und Pensionen gibt es künftig braune Schilder mit weißer Schrift. „Sonstiges Gewerbe“, etwa Bäcker und Metzger, bekommt blaue Schilder mit weißer Schrift. Und gemeindliche Einrichtungen (zum Beispiel die Bücherei) werden auf einem weißen Schild mit schwarzer Schrift gekennzeichnet. Damit sie sich von den Straßennamen-Schildern unterscheiden, wird die Gemeinde noch kleine Pfeile darauf platzieren.

Den Gemeinderäten gefielen die Vorschläge recht gut. Jetzt muss aber noch festgelegt werden, an wie vielen Standorten wie viele Schilder aufgestellt werden. Am Dorfplatz, derzeit ein echter Schilderwald, sollen es jedenfalls definitiv weniger werden, kündigte der Bürgermeister an. „Hier muss man Prioritäten setzen.“ Vorrangig seien für ihn hier touristische Angebote sowie der Hinweis auf Lebensmittelhändler. Geklärt werden muss auch noch, ab wie vielen Betten ein Beherbergungsbetrieb ein Schild bekommt.

Zudem will die Gemeinde mit den Gewerbetreibenden Rücksprache halten, wer Bedarf an einem Schild hat. Eventuell wird nämlich am nördlichen Dorfeingang eine größere Gewerbetafel angebracht, vor der man auch mit dem Auto halten kann. Das schlug Clemens Hammerl vor, und diese Idee soll jetzt geprüft werden. Auch Toni Lugauer (Vorsitzender des Tourismusvereins) findet das sinnvoll. „Von Eurem Verein erhoffe ich mir ja auch eine Beteiligung an den Kosten“, sagte Kiefersauer zu Lugauer.

Apropos Kosten: „Gewerbetreibende sollen an den Kosten für die Schilder ebenfalls beteiligt werden“, sagte Kiefersauer auf die Nachfrage von Rudi Mühlhans.

Sabine Rauscher verfolgt das Ziel, das Projekt heuer durchzuziehen und abzuschließen. Nicht geändert werden übrigens die grünen Wanderwegweiser rund um das Dorf.

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