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Mit Helfern der Bundeswehr aus Mittenwald schaufelten Feuerwehr und Bergwacht in Benediktbeuern das Dach der Schulturnhalle ab. 

Dach der Schulturnhalle freigeschaufelt

Schneeschaufeln schweißt Helfer in Benediktbeuern zusammen

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Viel Lob und Dank gab es nun im Benediktbeurer Gemeinderat für alle Helfer, die vor wenigen Tagen das Dach der Schulturnhalle von der großen Schneelast befreit haben. Mittlerweile zeigt sich der Winter im Dorf von seiner schöneren Seite.

Benediktbeuern– Der vergangene Freitag und Samstag waren die kritischen Tage, an denen man das Dach der Turnhalle der Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern-Bichl genau unter die Lupe nahm. „Aufgrund der Wettervorhersage haben wir uns entschlossen, das Dach aus Sicherheitsgründen lieber abzuschaufeln“, sagte Bürgermeister Hans Kiefersauer in der Sitzung am Mittwoch.

Ein „Gemeinde-Krisenstab“, bestehend aus Verwaltungsmitarbeitern, Feuerwehr, Bergwacht und Leonhard Hundegger (Gemeinderat) als Statiker standen laut Kiefersauer „rund um die Uhr“ in Bereitschaft, um die Lage zu beurteilen. „Das Dach trug zu diesem Zeitpunkt schon eine Last von 150 Kilogramm pro Quadratmeter.“ Ab 170 Kilogramm müsse man abschaufeln. „So weit wollten wir es aber nicht kommen lassen.“

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Zum Schaufeln rückten auch zirka 40 Mann der Bundeswehr aus Mittenwald an. Der Bürgermeister dankte allen Beteiligten für den Einsatz. Dabei habe sich gezeigt, dass es gar nicht so leicht war, die Helfer am Dach zu sichern. Die Bergwacht musste Seile spannen. Wenn im Frühjahr der Schnee geschmolzen ist, will die Gemeinde deshalb die Situation verbessern, sollte so ein Katastrophenfall nochmal eintreten: „Es sollen Zurr-Ösen am Giebel angebracht werden, so dass man dann einfach den Karabiner einhängen kann“, erklärte Kiefersauer.

Der Zusammenhalt bei der Aktion sei stark gewesen, so Kiefersauer. Großes Lob gab es auch für Schulhausmeisterin Gabi Koenen, die mit ihrer Familie alle Helfer verköstigte. Aus ungeklärter Ursache erreichte nämlich die Bundeswehr in Benediktbeuern keine Verpflegung, berichtete Kiefersauer. Diese Frage sorgte am Donnerstag auch für Ratlosigkeit im Tölzer Landratsamt. Laut Pressesprecherin Sabine Schmid wird die Verpflegung der Helfer bei einem Katastrophenfall über das Lagezentrum organisiert. Allein am Sonntag habe das BRK mit vier Feldküchen Essen für 1100 Helfer gekocht. Diese könnten an vier Plätzen zum Essen kommen, oder aber es werde via BRK oder Feuerwehr zu ihnen gebracht. Warum es in Benediktbeuern nicht funktionierte, ließ sich gestern nicht klären. „Wir vermuten, es war irgendwo ein Kommunikationsfehler“, bedauert Schmid.

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Während die Bundeswehr abends wieder Richtung Mittenwald fuhr, wurden 111 Mitglieder der Feuerwehr aus Rottal/Inn in der Jugendherberge Miriam einquartiert, berichtet Schwester Johanna Moßburger auf Nachfrage des Tölzer Kurier. „Wir haben Platz, sonst sind derzeit keine Gäste da.“ Die Floriansjünger halfen beim Schaufeln in Geretsried.

Die Bürger hätten für die Räumaktionen des Bauhofs größtenteils Verständnis gezeigt, so Kiefersauer weiter im Gemeinderat. „Nur wenige haben sich negativ geäußert.“ Das Problem seien wie jeden Winter parkende Autos. Kiefersauer appellierte an die Bürger, auf dem eigenen Grund zu parken und auch ein Auge auf die Hydranten zu haben, damit diese nicht eingeschneit werden.

Mittlerweile kann man den Winter im Klosterdorf genießen. Als Stefan Geiger dem Skiclub für das Spuren der Loipen dankte, gab es Applaus, denn: „Die Männer waren vorher beim K-Fall im Einsatz und haben dann gleich die Loipen gespurt.“

Zudem kann man jetzt auch den Schlittenhang an der Wurz nutzen, er ist präpariert. Die Gemeinde will aber noch Sicherungsmaßnahmen ergreifen, „damit die Kinder nicht wieder über die Straße rutschen“, sagte der Bürgermeister. Er appellierte an alle Eltern, mit den Kindern „ein Stück weiter hoch zu gehen“, damit niemand in Gefahr komme.

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