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Das Kinderprinzenpaar Sophie Suttner („Prinzessin Sophie I., die wuide Kraxlerin vom Lainbachtal“) und Fabian Schlieper („Prinz Fabi I. vo de Beira Thermikjäger“).

Das sind die Prinzenpaare 2019 in Benediktbeuern

Faschingsfieber bis in die Haarspitzen

Der Fasching im Loisachtal ist in vollem Gang. In der Faschingshochburg Benediktbeuern tragen die Prinzenpaare heuer ihre Leidenschaften sogar als Titel mit sich herum.

BenediktbeuernIhre Namen verraten es bereits: Prinzessin „Katrin I. von de vogelwuiden Gardeweibern“ ist leidenschaftliche Tänzerin. Und – auch das verrät ihr Name – seit vielen Jahren Mitglied in der Faschingsgarde. Seit 21 Jahren tanzt Katrin Forster, so ihr bürgerlicher Name, in der Benediktbeurer Garde. Mit dem Gardetanz wollte die 26-Jährige nun aufhören. Heuer Faschingsprinzessin zu sein, ist für die Kinderpflegerin deshalb „ein schöner Abschluss“ dieses Lebensabschnitts.

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Ähnlich ist es bei ihrem Prinzen „Hansi III. von de Beira Daxbriglbeißer“. Der 23-jährige Hansi Schreder stand mehrere Jahre hintereinander als Hofi wechselnden Prinzenpaaren zur Seite. Diesen Posten wollte der Schüler nun nicht mehr übernehmen. Auch für ihn ist die Übernahme des Prinzenamts der im wahrsten Sinne des Wortes krönende Abschluss seiner Laufbahn bei den „Beira Maschkera“.

Haben schon große Erfahrung: Das Prinzenpaar Katrin Forster und Hansi Schreder mit „Hofi“ Michael Bauer.

Sein Titel mit dem seltsamen Wort „Daxbriglbeißer“ darin verrät einiges über sein Leben jenseits der närrischen Zeit: Schreder ist nämlich der einzige Klarinettist in der Musikkapelle in Benediktbeuern. Und einen solchen Musiker, der in ein Holzblasinstrument beißt, nenne man hierzulande „Daxbriglbeißer“, erklärt er.

Ein Paar sind die beiden übrigens nicht – nur schon seit dem Kindergarten befreundet. Was sie verbindet, ist ihre Leidenschaft für den Fasching, die ihnen quasi in die Wiege gelegt wurde. Beide stammen sie aus eingefleischten Maschkera-Familien. Forsters Mama etwa hat vor 21 Jahren die Kindergarde in Benediktbeuern gegründet. „Wir sind beide mit der Faszination für den Fasching aufgewachsen. Er gehört zu unserem Dorf“, sagt Schreder. Und er werde von allen Generationen zusammen gefeiert. „Fasching in Benediktbeuern: Das ist eine riesengroße Familie“, ergänzt Forster. Dieses Familiäre ist es, was beide so lieben am Fasching in ihrem Dorf.

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Auch die diesjährige Kinderprinzessin Sophie Suttner alias Prinzessin „Sophie I., die wuide Kraxlerin vom Lainbachtal“ ist mit der Faszination Fasching groß geworden. Seit neun Jahren tanzt die 14-Jährige in der Garde. Ansonsten – nomen est omen – kraxelt sie gerne in den Bergen. Sie hat ihren Prinzen „Fabi I. vo de Beira Thermikjäger“ übrigens per Whatsapp gefragt, ob er ihr Prinz sein möchte. Der hat kurz überlegt und dann „Ja“ gesagt. „Weil ich das mal ausprobieren wollte“, erzählt der 14-jährige Fabian Schlieper. Getanzt im Fasching hatte er bis dato noch nie. Er schwebt lieber mit einem Segelflieger über das Benediktbeurer Moos. Trotzdem hat ihn das Faschingsfieber mittlerweile gepackt.

Die seit September einstudierten Walzer und Showtänze mit den Hebefiguren beherrschen die beiden Realschüler perfekt. Jedem Auftritt in Kindergärten, Schulen und Co. fiebern sie entgegen, so wie sich auch das erwachsene Prinzenpaar auf seine Auftritte auf Bällen im Ort und der Region freut. Auch wenn Prinzessin Katrin vor ihren Reden immer ziemlich nervös ist.

Die Faschingszeit ist für alle vier der Höhepunkt des Jahres. Und danach? Ob Katrin Forster dann wirklich vom Gardetanzen lassen kann, weiß sie nicht mehr so recht. Prinzessin Sophie will auf jeden Fall in der Garde weitertanzen. Und ihr bis dato faschingsunerfahrener Prinz Fabian überlegt sogar, nächstes Jahr als „Hofi“ wieder ganz vorne mit dabei zu sein. (Franziska Seliger) 

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