Freuen sich über die große Aufmerksamkeit: Studentin Julia Poweleit (li.) und ihre Professorin Ursula Unterkofler.
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Freuen sich über die große Aufmerksamkeit: Studentin Julia Poweleit (li.) und ihre Professorin Ursula Unterkofler.

KSH Benediktbeuern

Studentin wird für ihre Bachelorarbeit über Bedeutung des Ehrenamts ausgezeichnet

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Zum bundesweiten Tag des Ehrenamts gab es dieser Tage allen Grund zur Freude an der Katholischen Stiftungsfachhochschule (KSH) in Benediktbeuern.

Benediktbeuern – Studentin Julia Poweleit hat für ihre Bachelorarbeit zum Thema Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit einen Preis für „hervorragende Leistung“ bekommen. Das berichtet KSH-Pressesprecherin Alexandra Hessler. Fast 70 Bachelor- und Masterarbeiten sind demnach für den Förderpreis des Deutschen Berufsverbands für Soziale Arbeit (DBSH) und des Fachbereichtstags für Soziale Arbeit (FTBS) vorgeschlagen worden, darunter Poweleits Arbeit mit dem Titel „Die Chance, etwas anders zu machen: Das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe als Soziale Arbeit von unten“.

Dieser Tage wurde die junge Frau nun im Rahmen des Fachsbereichstags für Soziale Arbeit ausgezeichnet. Laudatorin Gabriele Stark-Angermeier, Vorsitzende des DBSH, habe sich alle Mühe gegeben, zur virtuellen Preisverleihung ein wenig festliche Stimmung durch das Netz zu schicken, berichtet Hessler: „Sie hatte eigens eine Videobotschaft aufgenommen, und es gab Applaus in Form von ,Like-Daumen‘“. Die Moderatorin, Prof. Elke Schimpf, strahlte über das ganze Gesicht, als sie die beiden Preisträgerinnen auf den Bildschirm rief, die jeweils mit einem Preis für eine besondere Master- bzw. Bachelorarbeit ausgezeichnet wurden.

Poweleit verglich in ihrer Arbeit die Strukturen der ehren- und hauptamtlichen Flüchtlingshilfe, die sie im Fazit als soziale Arbeit ‚von unten‘ sowie ‚von oben‘ identifizierte. Professorin Ursula Unterkofler hatte Poweleit für den Preis vorgeschlagen.

Laudatorin Stark-Angermeier bezeichnete die Arbeit als „einen Ritt durch die Geschichte des Ehrenamts und der Sozialen Arbeit“. Gerade in der Zeit, in der viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, sei das Ehrenamt in den Fokus gerückt, als „soziale Arbeit von unten“. Poweleit habe in ihrer Untersuchung gezeigt, wie Soziale Arbeit gesellschaftliche Veränderungen und sozialen Zusammenhalt fördere und man so gemeinsam Verantwortung übernehme – sowohl „von oben“ als auch „von unten“.

Poweleit hatte schon recht früh während ihres Studiums in Benediktbeuern die Idee, sich mit den unterschiedlichen Motivationen und Strukturen von Ehrenamtlichen und professionellen Sozialarbeitern in der Flüchtlingsarbeit zu beschäftigen, berichtet Hessler. Während der Praxisphase in ihrem Studium 2015 engagierte sie sich selbst in diesem Bereich. Für die Bachelorarbeit interviewte die junge Frau rund 15 Ehrenamtliche und Profis aus ganz Oberbayern und ließ sie in Gruppengesprächen unter anderem darüber diskutieren, welche Strukturen bei der Arbeit hilfreich seien. Dabei zeigte sich, dass sowohl die Ehren- als auch die Hauptamtlichen ähnliche Motivationen und das gleiche Selbstverständnis haben. Poweleits Fazit: Durch die Analyse ehrenamtlichen Engagements kann sich die professionelle Soziale Arbeit besser reflektieren.

Derzeit arbeitet die junge Frau an ihrer Masterarbeit, die auf diesem Thema aufbaut. Wer die Ergebnisse der Bachelor-Arbeit nachlesen möchte, kann das in der Fachzeitschrift „Forum Sozial“ in den Ausgaben 3/2019 und 4/2019.  

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