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Brauchtumsverein

Spurensuche rund um das Kloster

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Vortragsreihe in Benediktbeuern vernetzt Heimatforscher und Geschichtsinteressierte bereits in ihrer sechsten Auflage.

Benediktbeuern – Wenn Referenten nach ihren Vorträgen die Gstanzl der Stubenmusik mitsingen, hat Maria Eckl ihr Ziel erreicht. Trockene Abhandlungen in sterilen Seminarräumen – das kommt für die Benediktbeurer Heimatforscherin nicht in Frage.

Zum sechsten Mal organisieren sie und ihr Team die Vortragsreihe mit dem Titel „Spurensuche – Geschichte der Klosterregion Benediktbeuern“. Fünf Abende im Antoniusstüberl des Gasthofs Herzogstand sind im Jahr 2018 geplant – und immer ist die „Hoagascht Musi“ dabei. „Ich will ein Netzwerk für Heimatforscher schaffen“, sagt Eckl. Fachgespräche führen und Kontakte knüpfen kann man besser, wenn im Hintergrund leise Gitarren-, Zither- und Ziachklänge zu hören sind, findet die Benediktbeurerin.

Ein entspannter Rahmen und bemerkenswerte historische Details: Das ist das Konzept der Spurensuche-Reihe, die heuer unter anderem folgende Fragen klären will: Wie ticken die drei Sonnenuhren im Kloster? Wie wird das berühmte „Benediktbeurer Grün“ hergestellt? Was trieben die Wittelsbacher in der heimischen Bergwelt? Und wie lebten die Menschen des Frühmittelalters im und rund um das Kloster?

Das Programm, das Eckl zusammengestellt hat, speist sich aus Themenfeldern wie Alltag, Politik, Archäologie oder Natur. „Ich habe dieses Mal keinen roten Faden, der sich an Themen oder Persönlichkeiten orientiert“, sagt Eckl. „Es ist eher eine bunte Mischung – ich hoffe, da ist für jeden was dabei.“

Geschichtliches Vorwissen brauchen die Zuhörer, die für vier Euro dabei sein können, nicht. Aber sie können einiges lernen: Zum Beispiel, dass das Benediktbeurer Grün, mit dem das Kloster verziert ist, einst hauptsächlich in Bad Heilbrunn abgebaut wurde. Der Grünsandstein wurde anschließend im Beurer Ortsteil Gschwendt gemahlen und zu Farbe verarbeitet. Mit weiteren historischen Details warten Eva Wiegerling-Hundbiß und der Kirchenmalermeister Armin Tauber aus Gaißach am 11. Mai auf (Alle Termine siehe Kasten). Die Reihe beginnt am 13. April mit Dieter Birmann, der sich seit 1983 mit der Restaurierung alter Sonnenuhren beschäftigt und auch jene am Konventbau des Benediktbeurer Klosters wieder aufgehübscht hat.

Ein anderes Projekt schließt der Brauchtumsverein in den kommenden Wochen ab: 50 Bücher wurden gemeinsam mit der Gemeinde- und Pfarrbücherei, den Spurensuche-Referenten und dem Klosterarchiv zusammengetragen – darunter auch Orts-Chroniken zum Beispiel aus Bichl und der Jachenau. Für Maria Eckl ist die Sammlung eine echte Bereicherung: „So kann man unsere Gegend historisch erforschen.“

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