Projekt in Benediktbeuern

Staatliches Bauamt: Kein Geld für Verkehrsinsel beim Edeka

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Das Staatliche Bauamt Weilheim befürwortet zwar den Bau einer Verkehrsinsel beim Edeka in Benediktbeuern, ist allerdings nicht bereit, das Projekt finanziell zu unterstützen.

Benediktbeuern –  Das geht aus einem Schreiben hervor, das Bürgermeister Hans Kiefersauer in der jüngsten Gemeinderatssitzung verlas.

Die Stelle sei für den Bau einer Querungshilfe „gut geeignet“ heißt es in dem Schreiben. Allerdings ist eine ganze Menge Platz notwendig. Die Fahrbahn müsse mindestens 3,75 Meter breit sein, die Verkehrsinsel 2,60 Meter und die Gehwege jeweils mindestens 1,50 Meter. „Es gehen 3,50 Meter Breite ab“, erläuterte Kiefersauer. Erst einmal müssten daher mit den Eigentümern Gespräche stattfinden, ob sie bereit sind, Grund abzutreten. Falls der Grunderwerb gelingt, kämen erhebliche weitere Kosten auf die Gemeinde zu: Sie müsste die Fahrbahndecke und die Markierungen erneuern, die Kabel verlegen und für den Unterhalt sorgen. „Wir reden von 150 000 Euro – ohne den Grunderwerb“, sagte Kiefersauer.

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Finanzielle Unterstützung durch das Bauamt könne die Gemeinde nicht erwarten. Damit die Behörde den Bau einer Verkehrsinsel bezahlt, müssten sie mindestens 50 Personen pro Stunde nutzen. „Das ist in ländlichen Gebieten kaum zu erreichen“, heißt es in dem Schreiben. „Wir bitten daher um Verständnis, dass wir die Übernahme der Kosten ablehnen müssen.“ Im Gegenzug könne die Behörde aber signalisieren, dass sie den Bau der Verkehrsinsel befürwortet.

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„Ich finde das Schreiben positiv, denn das Bauamt findet den Antrag okay“, kommentierte Margarete Steffens. „Sie finden die Querungshilfe nur nicht so dringend, dass sie die Kosten übernehmen wollen.“ Steffens schlug vor, die Querungshilfe in die Dorferneuerung aufzunehmen. Kiefersauer geht all dies etwas zu schnell: „Darüber können wir erst reden, wenn die Eigentümer dem Grundstückserwerb zugestimmt haben.“

Rubriklistenbild: © Photographer: Andrea Jaksch

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