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Landtagspräsidentin Ilse Aigner (rechts neben der Bank) freute, sich die Patenschaft für das Projekt von Ralph Seifert (im Rollstuhl) zu übernehmen. Den ökumenischen Segen spendeten Pfarrer Matthias Binder (re.) und Pater Heiner Heim (3. v .re.). 

Symbolische Einweihung in Benediktbeuern

Mitfahrerbank: Ilse Aigner ist Patin für das Projekt im Landkreis

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Bei einem kleinen Festakt vor dem Benediktbeurer Feuerwehrhaus fiel am Donnerstag der Startschuss für das Projekt „Mitfahrerbank“ im Landkreis. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU)  hat die Patenschaft übernommen.

Benediktbeuern – Noch stehen sie nicht, die Mitfahrerbänker, aber es gab schon einen symbolischen Einweihungsakt: Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat die Patenschaft für alle Mitfahrerbänke im Landkreis übernommen und war am Donnerstagabend zu einer kleinen Feierstunde ins Feuerwehrhaus nach Benediktbeuern gekommen. Sie freue sich, „etwas so Sinnvolles unterstützen zu können“, sagte Aigner. Im Landkreis werden in zehn Kommunen 34 Bänke aufgestellt, allein vier in Benediktbeuern. Die Initiative stammt von Landkreis-Behindertenbeauftragten, dem Benediktbeurer Ralph Seifert.

Die Mitfahrerbank ist eine kostenlose Möglichkeit, von einem vorbeifahrenden Autofahrer mitgenommen zu werden. Der Wartende auf der Bank kann dazu die Schilder, die darüber hängen, umblättern. Somit kann man beispielsweise zum Bahnhof, zum Supermarkt oder ins Nachbardorf gelangen. Nun müsse man das Projekt bekanntmachen, forderte Aigner. „Entscheidend dafür wird sein, dass es ein gutes Netz gibt.“

Lesen Sie auch: Rollstuhlfahrerin (39) kämpft seit zwei Jahren für automatischen Türöffner in Mietshaus in Benediktbeuern

Der evangelische Pfarrer aus Kochel, Matthias Binder, und sein katholischer Amtskollege Pater Heiner Heim segneten die Bank am Benediktbeurer Feuerwehrhaus stellvertretend für das ganze Projekt. Zahlreiche lokalen Politiker, auch aus dem Nordlandkreis, waren gekommen. Vize-Landrat Thomas Holz betonte, es handle sich hier nicht um Konkurrenz zum ÖPNV, „sondern um eine Ergänzung“. Er betonte auch den Umweltaspekt: „Es wäre schön, wenn durch die Mitfahrerbank das eine oder andere Auto eingespart werden könnte.“

Das hofft auch Initiator Ralph Seifert. „Durch den wachsenden Verkehr schwindet die Lebensqualität in den Dörfern“, sagte er, „weil man heute wegen jeder Kleinigkeit Auto fährt“.

Jetzt geht es darum, Hemmschwellen abzubauen, um die Bänke auch zu benutzen. Davon berichtete Künstler Johannes Volkmann, der an der Ausarbeitung der Bänke im Murnauer Raum und in Schlehdorf beteiligt war. „Die Bereitschaft zum Mitnehmen ist groß, aber jene zum Hinsetzen geringer“, berichtete er vom Start des Projekts dort. Man sollte Senioren aktiv daraufhin weisen und mit Jugendlichen Verhaltensweisen zum Mitfahren in fremden Autos einüben. „Das Projekt funktioniert. Einfach mal hinsetzen“, riet er.

Die Bänke in Benediktbeuern werden aufgestellt, wenn der Schnee weggetaut ist. In diesen Gemeinden im Loisachtal werden noch Mitfahrerbänke aufgestellt.  

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