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Dieses neue Nest auf dem Maierhof wurde von den Störchen noch nicht angenommen. Aber vielleicht lässt sich ja noch ein weiteres Paar auf dem Klosterareal nieder. 

Tierisch: Benediktbeurer Störche bei der „Wohnungssuche“

Altbau oder Neubau?

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Die Störche auf dem Klosterdach in Benediktbeuern werden heuer unter einem ganz besonderen Aspekt beobachtet – nämlich, ob sie das neue Nest annehmen, das im vergangenen Jahr eigens für sie montiert wurde.

Benediktbeuern– Aber vielleicht nutzt ja auch ein weiteres Paar die Chance und lässt sich in Benediktbeuern nieder.

Die Tiere, die vor wenigen Tagen erstmals wieder gesehen wurden, sind ins alte Nest (Konventbau) gezogen. „Das neue Nest auf dem Maierhof ist noch frei“, sagt ZUK-Pressesprecher Martin Blösl.

Am Kloster Benediktbeuern haben sich wieder Störche niedergelassen.

Das Zentrum für Umwelt und Kultur hat im August ein neues Nest auf dem Maierhof montiert. Hintergrund ist, dass sich das bestehende Nest bedrohlich zur Seite neigt und zudem der Kot der Tiere die Klosterfassade beschmutzt. Der „Neubau“ auf einem 20 Meter hohen alten Kamin ist ein viereckiges Alu-Gestell, auf dem sich ein großer runder Drahtkorb befindet. Der Korb hat einen Durchmesser von zirka 1,50 Meter und ist mit Weidengeflecht, Rindenmulch, Heu und Moos gefüllt. Das alte Nest wird jedoch nicht zerstört. ZUK-Rektor Pater Karl Geißinger hofft, dass die Störche die Alternative annehmen.

Ungewöhnlich ist heuer, dass das Storchenpaar gemeinsam angekommen ist, berichtet Pressesprecher Blösl. „Normalerweise trifft zunächst das Männchen ein, besetzt den Horst und lockt das später eintreffende Weibchen an.“ Vielleicht sind sie jedoch schon gemeinsam aus einem Winterquartier gestartet.

Der „Wohnort Benediktbeuern“ ist auch bei Störchen beliebt, vermutlich aufgrund des reichhaltigen Futterangebots. Nachts war immer wieder das Geklapper der Tiere zu hören. „Das weist auch auf die Verteidigung des Nests gegen andere, konkurrierende Störche hin“, sagt Blösl.

Bevor das Paar mit der Nahrungssuche im Moos begann, ließ es sich erst mal Zeit. „Das deutet auch darauf hin, dass Nester bereits umkämpft sind.“ Inwiefern das neue Nest auf dem Maierhof ebenfalls besetzt werde, hänge davon ab, welche Reviergröße das bereits eingetroffene Storchenpaar für sich beanspruche, erklärt Blösl. „Sie brauchen ja ausreichend Nahrung, wie Regenwürmer und Mäuse.“ Wenn es genügend Futter gebe, könnte es sein, dass das jetzt eingetroffene Paar weitere Störche im neuen Nest auf dem Maierhof akzeptiere.

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