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Posieren am Billard-Tisch nach erfolgreichem Fußballturnier: Das Foto entstand 2017 nach einem gelungenen Tag, den die Kinder selbst organisiert hatten.

Jugendarbeit

Trägerverein braucht mehr Geld

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Der Trägerverein für die Kinder- und Jugendarbeit im Loisachtal hat ein akutes Finanzierungsproblem. Ob sich alle Gemeinden solidarisch zeigen, ist noch offen.

Bad Tölz-Wolfratshausen– Nur durch großzügige Spenden des Fördervereins konnte die Arbeit des Trägervereins TKJL in den vergangenen Jahren aufrecht erhalten werden. Das wurde bei der Jahresversammlung des TKJL im Kloster Benediktbeuerndeutlich. 2016 steuerte der Förderverein 16.000 Euro, 2017 10.000 Euro Unterstützung bei, sagte Hubertus Klingebiel, Zweiter Vorsitzender des TKJL, bei der Vorstellung des Finanzberichts vor den Vertretern von Jugendarbeit und einigen Gemeinderäten.

In Klingebiels Bericht wurde deutlich, dass der Haushalt des Vereins seit Jahren auf Kante genäht ist. Der TKJL trägt den Don-Bosco-Club (offene Jugendarbeit) und die Streetworker-Stelle (mobile Jugendarbeit) in allen fünf Loisachtal-Gemeinden. „Ohne den Förderverein könnten wir diese Arbeit nicht aufrecht erhalten“, sagte Klingebiel. Doch nun kommt vom Förderverein Kritik: Man wolle mit den akquirierten Spendengeldern unterm Strich nicht ständig die Personalkosten oder notwendige Investitionen finanzieren, sondern das Geld sei eigentlich für die pädagogische Arbeit gedacht.

„Wir haben uns in den vergangenen Monaten intensiv damit beschäftigt, wie wir die Arbeit finanzieren könnten“, sagte Christoph Budde, der neue Vorsitzende des TKJL. Nun sei man an die Gemeinden herangetreten mit der Bitte, ihren Zuschuss zu erhöhen. Laut Klingebiel ist zum Beispiel im Bereich der offenen Jugendarbeit der Beitrag aus Benediktbeuern seit 16 Jahren gleich hoch (10 800 Euro), in Bichl war er neun Jahre auf dem gleichen Niveau. Die Finanzierung sei „wie eine Bettdecke“, sagte Klingebiel: „Egal, wo man zieht, sie ist immer zu kurz.“

Hintergrund für die gestiegen Kosten sind tarifbedingte Lohnerhöhungen. Hinzu kommt, dass mit Streetworkerin Tini Schwarm und Sabine Maier, Leiterin des Don-Bosco-Clubs, dauerhaft zwei kompetente Mitarbeiterinnen parat stehen. In den vergangenen Jahren hatten die Zuständigen häufig gewechselt.

Der Verein ist gespannt, wie die Kommunen auf die Bitte, mehr zu zahlen, reagieren. Viel Lob gab es für Bad Heilbrunn, denn dort wurde der Antrag bereits problemlos genehmigt. Benediktbeuern und Kochel signalisierten Zustimmung, nur Bichl scheint nicht bereit zu sein, mehr zu zahlen, wie Gemeinderat Helmut Kolbeck von Vorberatungen berichtete. „Wir hoffen sehr, dass sich alle Gemeinden solidarisch zeigen“, appellierte Klingebiel.

Gleichzeitig erntete die Gemeinde Benediktbeuern großen Dank. Sie sei die Baulastträgerin des Don-Bosco-Clubs und sorge dafür, „dass wir da bleiben dürfen“, so Klingebiel. Und davon profitieren schließlich alle Jugendlichen.

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