Umstellung auf LED-Leuchten

Benediktbeuern tappt im Dunkeln

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Um die Umstellung der Benediktbeurer Straßenlampen auf LED ging es einmal mehr im Gemeinderat.

Benediktbeuern – „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“ Das hat schon der viel zitierte Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe gewusst. Dieses Zitat aus dem „Götz von Berlichingen“ mag der ein oder andere Kommunalpolitiker in der jüngsten Benediktbeurer Gemeinderatssitzung im Ohr gehabt haben. Denn auch nach dem ausführlichen Vortrag von Alexander Usselmann von der Bayernwerk AG war noch so manche Frage offen. Spätestens bis zur Juli-Sitzung aber will sich das Gremium Klarheit verschaffen.

Wie bereits ausführlich berichtet, sollen die Straßenlampen im Gemeindegebiet auf LED-Technik umgestellt werden. Dazu hatte Andreas Kleiner vom „Bundesverband Straßenbeleuchtung und Infrastruktur für den öffentlichen Sektor“ bereits in der Aprilsitzung einen ausführlichen Vortrag gehalten. An dessen Versprechungen ließ nun Usselmann kein gutes Haar. „Der Bundesverband versucht, solche Maßnahmen den Gemeinden schmackhaft zu machen“, sagte der Bayernwerk-Vertreter in der jüngsten Sitzung. Das sei aber oft nicht mehr als ein „klassischer Lampenvertrieb“. Da müsse man sehr genau hinschauen. Laut Usselmann gebe es Beispiele aus anderen Landkreisen, wo Gemeinden nach einer solchen Umstellung auf LED-Leuchten letztlich höhere Kosten zu tragen hätten. Das ist allerdings nicht das Ziel, das Bürgermeister Hans Kiefersauer vorschwebt: „Wir wollen den Energieverbrauch senken und den Ausstoß von CO2 verringern – und letztlich auch Stromkosten sparen.“

„Wenn Sie das beste Ergebnis erreichen wollen, dann nehmen Sie jeden Lampenkopf runter und ersetzen ihn durch eine LED-Leuchte“, so der Vorschlag Usselmanns. Eine Amortisation der auf bis zu 100 000 Euro geschätzten Austauschkosten sei frühestens in rund zwölf Jahren zu erwarten. 

Rubriklistenbild: © dpa

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