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2018 wurden 1700 Wohnmobil-Fahrzeuge in Benediktbeuern registriert.

Gemeinde überlegt, mehr Stellplätze zu schaffen

Urlaub mit Wohnmobil: Benediktbeuern ist gefragt

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Feriengäste mit dem Wohnmobil kommen gerne nach Benediktbeuern. Der Gemeinderat überlegt, den Platz zu erweitern.

Benediktbeuern– Die Gemeinde Benediktbeuern überarbeitet gerade ihre Homepage. Erste Details stellte Sabine Rauscher, Leiterin der Gäste-Info, vor Kurzem im Gemeinderat vor.

Im Kern geht es darum, dass die Seite sich dem jeweiligen Endgerät anpasst, von dem aus sie aufgerufen wird, also ob es sich um ein Smartphone, ein Tablett oder einen sehr breiten Bildschirm handelt. Entsprechend erfolgt die Menüführung. Zudem wolle man saisonale Themen in Kästen verpacken und auch den Bürgerservice weiter entwickeln, sagte Rauscher. Verwaltungsmitarbeiter sollen einzelne Bereich rasch aktualisieren können.

Diskutiert wird auch, inwieweit das besondere „Benediktbeurer Grün“ verwendet werden kann. Ein wichtiges Thema ist zudem die Barrierefreiheit, also zum Beispiel eine gute Lesbarkeit der Schrift. Auf eine komplette Übersetzung in sogenannte leichte Sprache wird aber vorerst verzichtet. Der Grund: „Das ist eine massive Übersetzungsaufgabe“, sagte der neue Bürgermeister Toni Ortlieb. Entsprechend seien die Kosten. Man überlege, nur die Hauptseite in leichter Sprache anzubieten.

Zudem will die Gemeinde auf die Cookie-Frage verzichten. Die Frage sei weder User-freundlich noch relevant, sagte Rauscher. Die neue Seite, an der Rauscher für die Feinabstimmung und Suchmaschinenoptimierung gerade noch intensiv arbeitet, soll im Herbst startklar sein. Toni Lugauer, Vorsitzender des Tourismusvereins, dankte Rauscher in dessen Namen für die viele Arbeit. Der Tourismus sei ein großer Wirtschaftsfaktor, und da müsse die Internetseite top sein, sagte Lugauer. Auch der neue Bürgermeister steht hinter dem schon seit längerer Zeit laufenden Projekt: „Als Tourismusort müssen wir hier immer aktuell bleiben.“

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Im Zeichen des Tourismus’ stand zudem noch ein weiteres Thema im Rat, nämlich die Modernisierung des Wohnmobilstellplatzes. 2018 wurden dort 1700 Fahrzeuge gezählt. Rechne man mit zwei Personen im Auto, entspreche das 3400 Übernachtungen, sagte Rauscher. Bei Großereignissen (etwa Konzerten im Maierhof) oder schönem Wetter sei der Platz stark frequentiert und zu klein. „Die Leute versuchen dann, woanders zu parken. Manchmal ist das chaotisch“, sagte Rauscher.

Laut Ortlieb wurde schon im Tourismus-Ausschuss darüber diskutiert. Man müsse die Bitumendecke erneuern und könne auf Gemeindegrund erweitern, sagte der Bürgermeister. Damit könnte man vier bis fünf Stellplätze mehr schaffen.

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Die Räte diskutierten dann über Toiletten, das angrenzende TSV-Häuschen und die Neugestaltung des Platzes. Marcus Schwabenland schlug Rasenpflastersteine und Buchsbäume vor, um „ein bisschen Campingplatz-Flair“ zu schaffen. „Aber Rasengittersteine sind teuer im Unterhalt“, wandte Veronika Bauer ein. Ortlieb schlug einen frostsicheren Wasserzugang vor, damit man den Platz länger nutzen könnte. Schließlich wurde die Verwaltung beauftragt, Angebote von Firmen einzuholen und sich zu erkundigen, ob für die Neugestaltung des Platzes eventuell irgendwo Fördergelder zur Verfügung stehen.  

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