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Ein bewährtes Team: Der Vorstand von „Zammlebn“ mit (v. li.) Ingrid Hauptmann (Vorsitzende), Hubertus Klingebiel (Stellvertreter), Anette Michels (Kassenverwalterin) und Gabriele Lang (Schriftführerin). 

Jahresbilanz

Verein „Zammlebn“ ist unverzichtbar geworden

Benediktbeuern – Mit viel Engagement haben sich die Mitglieder des Benediktbeurer Vereins „Zammlebn“ auch 2017 ihren Projekten gewidmet. Die gut besuchte Jahreshauptversammlung unter Leitung der Vorsitzenden Ingrid Hauptmann gab Einblick in die Tätigkeiten eines gut funktionierenden Teams, das sich über guten Zuspruch und positive Resonanz aus der Bevölkerung freut.

Die Versammlung fand im Bonhoeffer-Haus statt – dort wird auch der gut angenommene „Mittagstisch“ angeboten. Außerdem machte man mit diesem Treffen im evangelischen Gemeindehaus die gute Zusammenarbeit der beiden Konfessionen vor Ort deutlich.

Ein wesentlicher Zweig des Vereins ist die „Demenzhilfe“, die sich als Ergänzung der häuslichen Pflege und der ambulanten Pflegedienste versteht. Die stundenweise Betreuung zu Hause könne mit der Pflegekasse abgerechnet werden, betonte Ansprechpartnerin Mariele Wolf. Von Pflegebedürftigen und Angehörigen gleichermaßen gefragt seien Beratungsgespräche mit den geschulten Ehrenamtlichen. In den vergangenen fünf Jahren habe man 27 Menschen begleitet, allein 2017 seien 1500 Betreuungsstunden an die Pflegekasse gemeldet worden.

Als neuer Leiter des „Mittagstischs“ stellte sich Hans Winschel vor. Dreimal im Monat jeweils donnerstags treffen sich durchschnittlich 20 bis 25 Personen zum gemeinsamen Essen, das von sechs Gaststätten abwechselnd geliefert wird. Kosten: fünf Euro. „Essen ist wichtig, aber noch wichtiger ist den Leuten das Gespräch“, fasste Winschel seine Erfahrungen zusammen. Die Gäste seien dankbar für dieses Angebot.

Ein ähnliches Fazit zog Diakon Hubertus Klingebiel von dem Projekt „Zeit schenken“. Besuche oder die Begleitung beim Einkaufen, zu Arzt- oder Behördengängen seien den meist in ihrer Mobilität eingeschränkten Leuten eine große Stütze. Immerhin 600 Stunden seien hier im abgelaufenen Jahr von einem bunten Kreis an Helfern geleistet worden. „Über weitere ehrenamtliche Mitstreiter würden wir uns freuen.“

Über mangelnde Anfragen nicht beschweren kann sich zudem die ehrenamtliche Sozialarbeiterin Monika Huppelsberg. Ihre „Sprechstunde“ zu den verschiedensten Problemen des Alltags habe sich herumgesprochen und werde in Anspruch genommen. „Was ich allerdings nicht leisten kann, ist Rentenberatung“, stellte die Sozialpädagogin klar.

Gut aufgestellt ist auch die Sparte „Babysitter“, wie Ansprechpartnerin Ursula Schroth berichtete. Sie könne auf 13 Frauen zählen. Etwas breiter gefasst ist das Aufgabengebiet der ausgebildeten Familienpaten – sie unterstützen und begleiten Familien in schwierigen Lebenssituationen kostenlos auf gewisse Zeit.

Nicht mehr neu sind indes auch die Probleme, mit denen der Helferkreis Asyl konfrontiert ist. „Wir versuchen, Wohnungen und Arbeit für die Leute zu finden und haben dabei die meisten Schwierigkeiten mit den Behörden und Ämtern“, schilderte Anne Lis Rauh. Es sei allein schon eine Herausforderung, „den Flüchtlingen unser Behördendeutsch zu übersetzen.“ Bei all den Tätigkeiten sei natürlich Vertraulichkeit Voraussetzung, unterstrich Hauptmann.

Rosi Bauer

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