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Der neu gewählte Vorstand (hi., v. li.) Annette Michels, Gabriele Lang, Wolfgang Neumeister und Hubertus Klingebiel sowie die Projektverantwortlichen (vo., v. li.) Hans Winschel, Bernadette Oppel, Monika Huppelsberg, Annelis Rauh und Marlies Jall (es fehlt Ursula Schroth). 

Vorstandswechsel bei Nachbarschaftshilfeverein

Wolfgang Neumeister aus Bichl übernimmt „Zammlebn“

Der Nachbarschaftshilfeverein „Zammlebn“ aus Benediktbeuern und Bichl hat einen neuen Vorstand: Wolfgang Neumeister folgt Ingrid Hauptmann, die ihr Amt zur Verfügung gestellt hat. 

Benediktbeuern/Bichl – Auch auf dem Land findet man heute nicht nur die „heile Welt“. Mobilität und damit nachlassender familiärer Rückhalt, zunehmende Überalterung, Krankheit, Vereinsamung und Armut, niedrige Renten und hohe Wohnkosten bringen immer mehr Betroffene und Angehörige in seelische und finanzielle Bedrängnis. Sie brauchen Hilfe, die der Staat alleine nicht leisten kann. Im Klosterdorf haben das engagierte Bürger noch früher als andernorts thematisiert und sich geeignete Schritte für noch mehr Zusammenhalt im Dorf überlegt.

Blumen zum Abschied: Ingrid Hauptmann (li.) freute sich über den Strauß, den Gabriele Lang überreichte.

Durch die Hochschulen am Ort hatte Benediktbeuern seit jeher viele Zuzüge. Einheimische und Neubürger waren es, die die Dorfgemeinschaft gemeinsam voranbringen wollten. Nach mehrjährigen Vorplanungen gründeten sie 2013 den Verein „Zammlebn“, in den dann auch die Nachbargemeinde Bichl hineingewachsen ist. Das Ziel der Vereinsaktiven: Hilfebedürftigen Menschen etwas von der eigenen Zeit zu schenken. Geburtshelferin und Motor dieser auf Freiwilligkeit, Ehrenamtlichkeit und Menschenliebe basierenden Initiative war Ingrid Hauptmann, die sich damals auch als Vereinsvorsitzende zur Verfügung stellte. Jetzt, nach drei Wahlperioden im Vorstandsamt, hat sie in der gut besuchten Mitgliederversammlung ihr Amt zur Verfügung gestellt und mit Wolfgang Neumeister (63) einen Nachfolger präsentieren können, der seit drei Jahren in Bichl ansässig ist. Der ist quasi vom Fach, denn er war früher beim Alb-Donau-Kreis als Geschäftsführer für viele soziale Einrichtungen verantwortlich.

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Zweiter Vorstand Diakon Hubertus Klingebiel fand ebenso warmherzige wie humorvolle Worte für Ingrid Hauptmann und würdigte ihren „Riesenanteil“ am Aufbau von Zammlebn: „Toll gemacht Mama, wir sind richtig gut geworden!“ Klingebiel seinerseits stellte sich für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung – ebenso wie Schriftführerin Gabriele Lang und Schatzmeisterin Annette Michels. Letztere stellte den Jahreshaushalt des Vereins vor, der zuletzt ein Volumen von rund 27 500 Euro hatte, der zu mehr als zwei Dritteln von Einnahmen und Ausgaben für die Demenzhilfe bestimmt war.

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Zuvor hatte Ingrid Hauptmann das Engagement der 65 ehrenamtlichen Helfer gewürdigt, die rund 3900 Stunden für ihre Mitmenschen tätig gewesen sind. Bei den Pflegeleistungen sah sie die größte Herausforderung für den Verein. „Nicht richtig wahrgenommen wird die Wohnungsnot“, bemerkte sie und richtete einen Appell an die Gemeinden, noch mehr für bezahlbaren Wohnraum zu tun. Diese Bitte griff der Bichler Bürgermeister Benedikt Pössenbacher in seinem Grußwort auf: Man müsse eine „Balance finden zwischen Baulandausweisungen und dem Bestreben, unseren dörflichen Charakter zu bewahren.“

Die Projektverantwortlichen Annelis Rauh (Helferkreis Asyl), Monika Huppelsberg (Senioren und soziale Beratung),Bernadette Oppel (Demenzhilfe), Hans Winschel (Mittagessen), Marlies Jall (Familienhilfe), und Hubertus Klingebiel (Besuche und Begleiten) stellten ihr Tätigkeitsfeld vor, verhindert war nur Ursula Schroth (Bereich Babysitten). Wolfgang Neumeister kündigte noch das Helferfest am 4. April und das Bürgerforum am 14. Mai an. Infos über den Verein auch im Internet auf www.zammlebn.de.  (Rainer Bannier)

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