An den Parkplätzen am Eingang zum Lainbachtal ist das Parken derzeit noch kostenlos. Künftig sollen drei Stunden Parken drei Euro kosten.
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An den Parkplätzen am Eingang zum Lainbachtal ist das Parken derzeit noch kostenlos. Künftig sollen drei Stunden Parken drei Euro kosten.

Entscheidung im Gemeinderat

Wanderparkplätze in Benediktbeuern werden gebührenpflichtig

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Nach Kochel hat nun auch der Gemeinderat in Benediktbeuern seine Gebühren für die Wanderparkplätze festgelegt. Eine Sonderregelung gibt es für den Parkplatz am Sportplatz gegenüber vom Freibad.

Benediktbeuern – Dass sie künftig auf ihren Wanderparkplätzen Gebühren erheben möchte, hatte die Gemeinde Benediktbeuern bereits vor einigen Wochen beschlossen (wir berichteten). „Wir wollen den Parkverkehr regeln“, begründete Bürgermeister Anton Ortlieb (Benediktbeurer Bürgervereinigung). In ihrer jüngsten Sitzung legten die Gemeinderäte nun die konkreten Parkgebühren für diese Flächen fest.

Noch werden nur an den beiden großen Parkplätzen unmittelbar am Alpenwarmbad Parkgebühren erhoben. Hier kostete ein Tagesticket bisher zwei Euro, wie Geschäftsleiter Michael Herrmann auf Nachfrage mitteilte. Kostenlos parken kann man dagegen bisher noch an den nördlich davon gelegenen drei Parkflächen rund um den Sportplatz, von wo aus viele Wanderer zu Touren etwa auf die Benediktenwand aufbrechen. Ebenso kostenlos sein Auto abstellen kann man derzeit noch auf dem großen Wanderparkplatz sowie den beiden kleineren Parkplätzen am Eingang zum Lainbachtal (Mariabrunn) – doch damit ist nun bald Schluss. Mehrheitlich votierten die Räte in ihrer Sitzung für neue Parkgebühren und beschlossen dabei unter anderem, dass eine Stunde parken kostenlos bleiben soll. Drei Stunden Parken soll künftig drei Euro kosten.

Kein Jahresticket für Einheimische

Ein Tagesticket, so der Vorschlag der Verwaltung, solle fünf Euro kosten – ein Betrag, den einige Räte aber als zu wenig erachteten. Markus Schambeck etwa argumentierte, Nachbargemeinden wie Kochel würden sechs Euro für ein Tagesticket verlangen. Mehrheitlich sprach sich das Gremium schließlich für den Betrag von sechs Euro für ein Tagesticket aus. Stefan Geigers (Freie Wählergemeinschaft) Vorschlag, ein Jahresticket für Bürger von Benediktbeuern anzubieten, wie es das etwa schon in Lenggries gäbe und jüngst auch im Kochler Gemeinderat beschlossen wurde (wir berichteten) fand keine Mehrheit. Dem Klimaschutz zu Liebe sollten Dorfbewohner zu Fuß oder per Rad zum Alpenwarmbad oder zu den Wanderwegen gelangen, so der Tenor im Rat.

Eine Sonderregelung soll es für den Parkplatz am Sportplatz gegenüber des Freibades geben: Hier soll – zumindest vorerst – das Parken die ersten drei Stunden kostenlos bleiben. Geregelt werden soll das über eine spezielle Taste am Parkscheinautomat. Mit dieser Regelung möchte die Gemeinde den Sportlern entgegenkommen; beispielsweise auswärtigen Mannschaften bei Fußballturnieren. Die Räte setzen darauf, dass Wanderer, die hier ihr Fahrzeug über mehrere Stunden abstellen, ein reguläres Tagesticket kaufen.

Rückvergütung für Badegäste?

Nicht einigen konnten sich die Gemeinderäte in ihrer Sitzung auf die Höhe der künftigen Rückvergütung für Gäste des Alpenwarmbades. Bisher bekommen sie einen Euro ihrer Parkgebühren mit Zahlung des Eintrittspreises erstattet. Der neue Vorschlag der Verwaltung sah nun vor, Badegästen künftig einen Betrag von drei Euro rück zu vergüten – ein Vorschlag, der etwa bei Rudi Mühlhans (FBM) auf Widerspruch stieß: Keinesfalls sollten Badegäste ihre Parkgebühren in voller Höhe erstattet bekommen, forderte der FBM-Gemeinderat. Die Räte verständigten sich schließlich darauf, dass die Verwaltung einen neuen Vorschlag erarbeiten soll, über den das Gremium dann erneut beraten wird.

Den Bewirtschaftungszeitraum für alle diese Parkflächen legte das Gremium mit täglich zwischen sieben und 19 Uhr fest. In diesem Zeitraum muss also Parkgebühr bezahlt werden. Mit der Gegenstimme von Markus Schambeck, der die Gebühren insgesamt zu niedrig fand, beschlossen die Räte die neuen Preise.

Und ab wann müssen sie bezahlt werden? Geschäftsleiter Herrmann sagte dazu auf Nachfrage, eine entsprechende Verordnung werde der Gemeinderat in seiner Sitzung im Mai verabschieden. „Spätestens“ ab 1. Juni müssten die neuen Parkgebühren bezahlt werden – vorausgesetzt, die benötigten zusätzlichen Automaten für die neuen Parkflächen werden rechtzeitig geliefert. Ein Kurbeitrag für Ausflügler, wie ihn Kochel jetzt beschlossen hat, sei im Klosterdorf nicht geplant, so Herrmann.

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