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Herbstgewitter stoppt Weihnachtsoratorium-Openair im Maierhof

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Das Weihnachtsoratorium im September brachten Musiker des Iffeldorfer Bachorchesters, des Bach-Projektchors und des Kinderchors im Maierhof des Klosters Benediktbeuern zu Gehör.
Das Weihnachtsoratorium im September brachten Musiker des Iffeldorfer Bachorchesters, des Bach-Projektchors und des Kinderchors im Maierhof des Klosters Benediktbeuern zu Gehör. © BIB

Lange war es geplant, und dann das: Ein Herbstgewitter sorgte dafür, dass die Aufführung des „Weihnachtsoratoriums“ im Maierhof im Kloster Benediktbeuern abgebrochen werden musste. Die Enttäuschung bei den Beteiligten war groß.

Benediktbeuern - Trotz aller Leidenschaft für die Musik konnten die Aufführenden das Gewitter nicht aufhalten: Bachs „Weihnachtsoratorium“ im Maierhof des Klosters Benediktbeuern fiel dem heraufziehenden schlechten Wetter zum Opfer und musste abgebrochen werden. Dass nur rund 50 Zuhörer dabei waren, war wahrscheinlich auch der Vorverlegung des Konzertbeginns von 18 auf 16 Uhr geschuldet. Diese Entscheidung war erst am Freitagvormittag gefallen.

Im Winter musste die Aufführung aufgrund der Corona-Regeln bekanntlich entfallen. Der Nachholtermin war auf Sonntag gelegt worden. Aber das Wetter hatte kein Einsehen mit den hoch motivierten Musikern des Iffeldorfer Bachorchesters, des Bach-Projektchors und dem Kinderchor. Dabei begeisterten die Solisten (Beate Gartner, Sopran, Andrea Fessmann, Alt, Thilo Himstedt, Tenor, und Eric Fergusson, Bass), das Orchester und der Chor mit fein abgestimmtem Zusammenspiel. Glücklicherweise war gerade noch der „Engel“ alias Saskia Schulze mit ihrer glockenklaren Stimme zu hören, bevor immer lauter werdender Donner und große Regentropfen den Abbruch der Musik erzwangen.

Erste Pause schon nach 20 Minuten

Dabei war die Hoffnung beim kräftig ertönenden „Jauchzet, frohlocket“ noch groß gewesen, dass die über der Hoffassade emporquellenden Wolken sich noch nicht entladen würden. Bereits 20 Minuten nach Auftakt unterbrach Fessmann für wenige Minuten, um die Instrumente vor den ersten, noch einzelnen Regentropfen zu schützen. Dann setzte die Musik wieder ein mit der Alt-Arie „Bereite dich, Zion“. Fessmann unterbrach ihr Dirigat immer für ihre Einsätze als Sängerin.

Der Chor trug in großer Einheit seine Werke vor und strahlte in musikalischer Begeisterung. Das Orchester spielte sehr fein, lebendig und strahlend, und formte mit Solisten und Chor stets einen wunderbaren Klang. Bass und Trompete gestalteten die Arie „Großer Herr und starker König“ in bestem Zusammenspiel mit kräftigen Akzenten, ebenso Tenor und Querflöte. Aber hier, nach knapp einer Stunde, folgte allmählich Donner auf Donner. Sehr feinfühlig begleitete das Orchester den 13-köpfigen Kinderchor, der noch vor Konzertabbruch zu seinem Auftritt kam.

Engagierte Chorleiterin Andrea Fessmann

Bachs Weihnachtsoratorium im September als Open-Air nachzuholen war der Pandemie geschuldet. „Verrückte Zeiten verlangen verrückte Ideen“, sagte Leiterin Andrea Fessmann in ihrer Eröffnungsrede. Die Leiterin der Iffeldorfer Konzerte setzte sich in den vergangenen Monaten leidenschaftlich mit Briefen an Politiker für Auftrittsmöglichkeiten von großen Chören ein. Die Teilnahme vieler Sänger war nur im Freien möglich. Allerdings musste somit beim Kartenpreis von 20 Euro ab und zu Geschirrgeklapper des Klosterstüberls zu Bachs Musik oder leise knirschender Kies unter Fahrrädern oder Schuhsohlen in Kauf genommen werden, wenn Bewegung im Umfeld war.  (bib)

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