Für die Grundschüler, die gerade zuhause lernten, böten die Lehrer nachmittags Online-Sprechstunden an, sagte Mückstein
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Für die Grundschüler, die gerade zuhause lernten, böten die Lehrer nachmittags Online-Sprechstunden an, sagte Mückstein

Schulleiter informiert Gemeinderäte

Hochs und Tiefs: So funktioniert der Online-Unterricht an der Benediktbeurer Schule

  • Franziska Seliger
    vonFranziska Seliger
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Seit zwei Wochen sind die Grundschüler zurück in ihrer Benediktbeurer Schule – zumindest im Wechselunterricht. Und auch die neunte Klasse der Mittelschule ist wieder im Präsenzunterricht. Wie es an der Einrichtung so läuft, berichtete Schulleiter Peter Mückstein in der Schulverbandssitzung.

Benediktbeuern - Bei der jüngsten Sitzung des Schulverbands war auch Rektor Peter Mückstein eingeladen. Sowohl für die Grundschüler im Wechselunterricht als auch für die Abschlussschüler im durchgehenden Präsenzunterricht gelte: „Wir fahren den ganz normalen Stundenplan“, so Mückstein. Dank des milden Winters könnte in den Klassenzimmern auch immer gut gelüftet und so die Viruslast reduziert werden.

Für die Grundschüler, die gerade zuhause lernten, böten die Lehrer nachmittags Online-Sprechstunden an, sagte Mückstein, der seine Pädagogen ausdrücklich lobte: Alle hätten sich sehr gut in den Online-Unterricht eingearbeitet. Die fünften bis achten Klassen befänden sich freilich noch alle im Distanz-Unterricht. Bei vielen dieser Kinder klappe das gut, manche Schüler hätten mit dem Zuhause-Lernen aber „echte Probleme“, so Mückstein. Diese Kinder versuche man wenigstens an einigen Tagen in der eigentlich voll ausgelasteten Notbetreuung in der Schule unterzubringen, um sie besser unterstützen zu können. „Wir versuchen, kreative Lösungen zu finden und jedes Problem anzugehen“, versicherte Mückstein. Natürlich sei die Lage nicht schön. Trotzdem sei er der Überzeugung, dass dieses Schuljahr kein völlig verlorenes Jahr für die Schüler sei. Denn die Schüler hätten viel gelernt; beispielsweise seien jetzt schon Erstklässler „topfit“ im Umgang mit einem Laptop. „Es ist viel passiert, was wir uns gar nicht vorstellen konnten.“ Im sozialen Bereich seien bei vielen Kindern dagegen Defizite zu verzeichnen.

Was die insgesamt 25 Leih-Laptops für die Schüler betrifft, die die Schule mit staatlichen Fördermitteln angeschafft habe, so seien bis auf zwei alle Geräte an Schüler abgegeben worden. Bürgermeister Anton Ortlieb wies in diesem Zusammenhang auf den geplanten Glasfaseranschluss für die Schule hin. Dieser werde bald realisiert. Konkreter wurde er nicht. Auch ein Lüftungsgerät für Innenräume werde in Kürze aufgestellt. Eine Firma habe dieses Gerät gespendet. „Das wertet unsere Schule auf“, so Ortlieb.

Im Rahmen der bayernweiten Digitalisierungsinitiative würden außerdem die Lehrer mit Laptops ausgestattet. Derzeit arbeiten sie mit ihren privaten Rechnern. Mückstein wies allerdings darauf hin, dass es vorerst für die insgesamt 27 Pädagogen an seiner Schule nur 14 Geräte geben werde. „Das ist ziemlich komisch“, so der Schulleiter – aber: „Ich bin froh über jedes Gerät, das wir haben.“ Die Laptops seien bereits bestellt. Unklar sei derzeit allerdings noch, so Bürgermeister Ortlieb, wer die Lehrer-Laptops einrichtet und künftig wartet. „Es ist schon noch ein Weg in die Digitalisierung“, so Ortlieb.    

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