Die Baupläne für die Sanierung des Südarkadentrakts im Kloster Benediktbeuern ließen sich der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler (5. v. re.) und Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan (6. v. re.) von Architekt Knut Prill (rotes Hemd) erläutern.
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Die Baupläne für die Sanierung des Südarkadentrakts im Kloster Benediktbeuern ließen sich der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler (5. v. re.) und Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan (6. v. re.) von Architekt Knut Prill (rotes Hemd) erläutern.

Wahlkampf

Wissenschaftsminister Sibler im Kloster Benediktbeuern: „Wintersemester wird in Präsenz stattfinden“

  • Andreas Steppan
    VonAndreas Steppan
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Ein freundlicher Empfang war dem bayerischen Wissenschaftsminister Bernd Sibler am Montag im Kloster Benediktbeuern sicher. Immerhin hatte der Freistaat einen Millionenbetrag zur laufenden Sanierung beigesteuert.

Benediktbeuern – Entspannt konnte der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag in einen Ortstermin im Kloster Benediktbeuern gehen. Hier regnete es zwar in Strömen – Gegenwind war aber kaum zu erwarten. Denn von Einrichtungsleiter Pater Claudius Amann konnte sich Sibler den Dank für die Millionenspritze des Freistaats für die laufende Sanierung des Südarkadentrakts abholen.

Und für Prof. Hermann Sollfrank, Präsident der im Kloster ansässigen Katholischen Stiftungshochschule (KSH), hatte Sibler eine Zusage im Gepäck, die ebenfalls gern gehört wurde: „Das Wintersemester wird im Wesentlichen in Präsenz stattfinden.“

Instandsetzung im Südarkadentrakt im Kloster Benediktbeuern

Der Wissenschaftsminister war auf Einladung der Kreisverbände Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach der Jungen Union sowie des CSU-Ortsverbands Benediktbeuern-Bichl ins Kloster gekommen. Die Veranstaltung war Teil der Wahlkampfreihe „Radwander-Tour“ des örtlichen CSU-Direktkandidaten Alexander Radwan.

In der schönen Kulisse des Klosters konnte sich Radwan zum einen zum 57. Geburtstag gratulieren lassen, zum anderen bekam er freundliche Worte des Gastgebers zu hören. Claudius Amann hob hervor, dass sich Radwan mit dafür eingesetzt habe, dass der Bund den Salesianern Don Boscos 7,6 Millionen Euro zur Sanierung des Südarkadentrakts beisteuert. Über das Landesamt für Denkmalpflege fließen weitere 1,3 Millionen Euro vom Freistaat in das Projekt, das insgesamt über 20 Millionen kostet.

„Nicht nur Kirche, auch Kloster Benediktbeuern auf Fels gegründet“

Bei einem Rundgang überzeugten sich die Politiker und der anwesende Tross an CSU-Aktiven vom Fortgang der Arbeiten. „Nicht nur die Kirche ist auf einen Fels gegründet, sondern ab sofort auch der Südarkadentrakt“, sagte Architekt Knut Prill. Die Arbeiten seien wegen „mannigfacher statischer Probleme“ nötig. Weil sich die Gründungspfeiler immer stärker abgesetzt hätten, sei die Standfestigkeit gefährdet gewesen. Wie Tragwerksplaner JanSchubert berichtete, habe man unter dem Gebäude Pfähle bis zum Kiesboden gerammt, der sich zwölf Meter unter dem nachgebenden Lehmboden befinde. „Jetzt ist die Statik bombenfest.“

Auch wenn sich die Stiftungshochschule als größter Mieter des Klosters im gegenüberliegenden Trakt befindet, profitiere auch seine Einrichtung von der Maßnahme, betonte Prof. Sollfrank. „Diese Verbesserung der Infrastruktur ist für uns essenziell.“ Mittlerweile hatte die „Radwander“-Gruppe im großen Hörsaal Platz genommen. „Was Sie hier erleben, das hatten wir seit eineinhalb Jahren nicht mehr“, sagte der Präsident.

Präsident der Katholischen Stiftungshochschule: „Wir brauchen den Präsenzbetrieb“

Auch wenn es gelungen sei, innerhalb von 48 Stunden alles auf die rein digitale Lehre umzustellen „und wir die Zeit gut bewältigt haben“, stellte Sollfrank klar: „Wir brauchen den Präsenzbetrieb.“ Die Studierenden hätten sich zum größten Teil bewusst für den Studienort Benediktbeuern entschieden, ergänzte Prof. Fritz Böckh, Dekan der Fakultät Soziale Arbeit. Sie müssten diese besondere Atmosphäre vor Ort erleben, um sie weiterzuempfehlen. „Das ist für uns das beste Marketing“, so Sollfrank.

Mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) besichtigten die Politiker schließlich das dritte Element im besonderen Benediktbeurer Dreiklang. Radwan nahm das zum Anlass, seine Sichtweise der Umweltpolitik zu erläutern, die auf der „Verantwortung für die Schöpfung aus dem Glauben heraus“ basiere. Der große Unterschied zu den Grünen sei, dass die CSU zwar Ziele vorgebe, bei der Umsetzung aber Wissenschaft, Ingenieuren und Unternehmen freie Hand lasse, nach dem Motto: „Möge der Bessere gewinnen.“

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