Tagung mit Abstand: Der Verein der Freunde und Förderer traf sich im Allianz-Saal.
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Tagung mit Abstand: Der Verein der Freunde und Förderer traf sich im Allianz-Saal.

Treffen der Freunde und Förderer

ZUK brechen über 300 000 Euro Einnahmen weg

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) muss in diesem Jahr herbe finanzielle Einbußen verkraften. Das wurde beim Jahrestreffen des Vereins der Freunde und Förderer bekannt.

Benediktbeuern Dr. Lutz Spandau, Schatzmeister des Trägerverbunds, bezifferte die Einnahmeausfälle aufgrund des Corona-bedingten Herunterfahrens der Aktivitäten allein bis Ende September auf 320 000 Euro. Mittlerweile seien jedoch die Belegungszahlen wieder gestiegen. Trotzdem überlege man sich derzeit, wie man ein „neues, zukunftsfähiges ZUK“ auf die Beine stellen könne, und zwar auch in Sachen Marketing. „Das ZUK soll sich zu einer zukunftsfähigen Institution weiterentwickeln“, heißt es in der Pressemitteilung.

Eingangs beschrieb Rektor Pater Karl Geißinger die geänderte Situation aufgrund der Corona-Pandemie und die neuen Angebote, die man kreiert habe. Da bis Ende Januar 2021 keine Schullandheim-Aufenthalte durchgeführt werden dürfen, habe man sich bemüht, Erwachsene und Familien als Übernachtungsgäste zu gewinnen und hier Bildungsarbeit anzubieten. „Entsprechende Urlaubsprogramme bot das ZUK für kleinere Gruppen häufiger an“, berichtete der Pater. Pauschalangebote wie Übernachtung mit Klosterführung, ein „Carmina Burana“- Abend und Exkursionen hätten die Gäste sehr gut angenommen. Die Freizeitangebote mit Bildungsinhalten erhielten eine methodische Anpassung für Senioren, Familien und Jugendliche.

Zudem wurden Tagesangebote für Kinder und Jugendliche aus der Region intensiviert. Das Projekt „Draußen Schule“ mit der Grundschule Benediktbeuern habe sich bewährt, freute sich Geißinger. Hier gehen die Kinder unterschiedlichen Natur-Themen experimentell auf den Grund, sie legen zum Beispiel Blumenbeete und Schmetterlingswiesen an. Dank eines Sponsors könne man das Projekt jetzt auch an Penzberger Schulen anbieten.

In der Umweltjugendbildung konnten Projekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche fortgeführt werden. Das Projekt „Hoffnungsstark“ wurde lange Zeit von der Allianz-Umweltstiftung gefördert. In diesem Projekt werden Sozialstunden durch Naturschutzmaßnahmen auf Flächen des Klosterlandes abgeleistet, genauso wie mit sozial auffälligen Kindern im Projekt „Draußen Stark“. Dank der Unterstützung durch die Pater Herbert Bihlmaier-Stiftung werden diese Projekte jetzt fortgeführt, gab der Rektor bekannt.

Naturschutz und Landschaftspflege wurden von der Corona-Situation nicht berührt. Im Beweidungsprojekt kann ein Landwirt vernässte Flächen mit alten Haustierrassen, Wasserbüffeln, Ziegenarten und Pferden bewirtschaften. Eine Tagung hierzu wurde auf 2021 verschoben.

Marcel Huber, der Vorstandsvorsitzende des Vereins, möchte die Mitglieder motivieren, die Arbeit künftig noch mehr zu unterstützen. Denn sie wird teurer: „Der momentane Aufwand für Bildungsangebote ist jetzt höher“, sagte Huber. Für die kleineren Gruppen sei der gleiche Personalaufwand erforderlich. Laut Schatzmeister Albrecht Schleich hat der Verein 2019 Projektkosten in Höhe von 11 000 Euro übernommen. Für 2020 sind Zuschüsse in Höhe von 60 000 Euro geplant, basierend auf den Spenden der Mitglieder. Das Spendenaufkommen liegt derzeit bei 40 000 Euro.

Pfarrer Pater Heiner Heim, Vorsitzender des ZUK-Trägerverbunds, berichtete von sieben Sitzungen seit März 2020, in denen der Vorstand beriet, wie es mit dem ZUK weitergehen kann. Höchste Priorität hatte, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu erhalten. Dank der Unterstützung der Förderer, staatlicher Hilfen und Spenden sei das ZUK einigermaßen gut über diese schwierige Zeit gekommen, sagte der Pfarrer. Alle Mitarbeiter seien in Kurzarbeit, mittlerweile konnten jedoch einige wieder ihre volle Arbeit aufnehmen.  

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