Melanie Rieger (23/li.) aus Benediktbeuern und Maria-Christina Gerg (23) aus Lenggries  wollen die Wahl gewinnen.

Krone wird am Samstag vergeben

Zwei Frauen aus dem Landkreis wollen Weißwurst-Königin werden

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Es gibt nicht nur Wein- und Bierköniginnen. Seit fünf Jahren ist auch die Krone der Bayerischen Weißwurstkönigin zu vergeben.  Heuer schafften es zwei junge Frauen aus dem Tölzer Land ins Finale:

Benediktbeuern/Lenggries – Ausgelobt wird der Titel von der Metzgerinnung Arber-Land in Niederbayern. Im Finale stehen Maria-Christina Gerg (23) aus Lenggries und Melanie Rieger (23) aus Benediktbeuern. Am 14. Oktober entscheidet sich, ob sie die Jury überzeugen.

Die jungen Frauen hatten nicht damit gerechnet, ins Finale zu kommen, sagen beide übereinstimmend. Ausgewählt wurden sie rein über die Bewerbungsbögen, erklärt Metzgerinnungs-Obermeister Stefan Einsle.

Maria-Christina Gerg lernte Fleischereifachverkäuferin bei der Metzgerei Weber in Lenggries und besuchte dann die Winterschule in Holzkirchen, um einen Abschluss als Fachkraft für Ernährung und Hauswirtschaft zu machen. Jetzt ist sie stellvertretende Verkaufsleiterin in der Filiale der Murnauer Metzgerei Haller in Bad Tölz. Ihre Arbeit macht Gerg sehr gerne. „Unser Beruf ist mehr als nur Wurst verkaufen“, sagt die 23-Jährige. „Es gehört schon viel Fachwissen dazu.“ Um den Titel als Weißwurstkönigin hat sie sich beworben, um sich für „Handwerk, Regionalität und Nachhaltigkeit einzusetzen“. Was Gerg alles kann, zeigt sie unter anderem beim Schnitzen von Obst- und Gemüse – das ist eines ihrer, wie sie sagt, „zahlreichen Hobbys“: „Wir stellen regelmäßig einige Stücke im Geschäft aus.“ Gergs Mitbewerberin Melanie Rieger aus Benediktbeuern kommt aus einer ganz anderen Branche: Die 23-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau bei der Tölzer Parfümerie Wiedemann. Rieger arbeitet in der Filiale in Murnau. „Von dem Wettbewerb habe ich über Facebook erfahren.“ Als Weißwurstkönigin möchte sich Rieger für bayerische Traditionen und fürs Handwerk einsetzen. „Das finde ich sehr wichtig.“

Ob eine der beiden jungen Frauen das Rennen macht, entscheidet sich am Samstag, 14. Oktober, in Bodenmais. Es gibt noch fünf weitere Kandidatinnen. Insgesamt hatten sich 27 junge Frauen beworben, teilt die Metzgerinnung Arber-Land mit. Im vergangenen Jahr mussten die Finalistinnen vor Jury und Publikum vier Aufgaben meistern: Sie mussten sich selbst kurz und knackig in 30 Sekunden vorstellen, ein Quiz beantworten, ein Gstanzl vortragen sowie ein Wörter- und Buchstabensuchspiel mit Publikum absolvieren. Ähnliches ist auch heuer geplant.

„Die Weißwurstkönigin ist Repräsentantin des bayerischen Metzgerhandwerks“, sagt Obermeister Stefan Einsle. Persönlichkeit und Ausstrahlung, aber auch Spontaneität seien wichtige Voraussetzungen für diese Aufgabe. „Bei Terminen und Empfängen wird die Weißwurstkönigin viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Show, Sport und Film kennenlernen.“ Als Belohnung winken unter anderem 2500 Euro und ein extra geschneidertes Designer-Dirndl.

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