+
Machen sich auf eine abenteuerliche Reise: Vera Mühlhans (li.) und Marlies Schöbinger (re.) aus Benediktbeuern. 

Zwei Pfadfinderinnen aus Benediktbeuern reisen für einen guten Zweck

Ohne Geld möglichst weit kommen

In 36 Stunden so weit wie möglich reisen. Und das ohne Geld. Vera Mühlhans (22) und Marlies Schöbinger (22) beteiligen sich an diesem Wettbewerb, um gleichzeitig Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.

BenediktbeuernVera Mühlhans und Marlies Schöbinger sind beide im Vorstand der Pfadfinder vom Stamm Dominikus Savio (DPSG) in Benediktbeuern und viele Jahre schon sehr gut befreundet. Seit drei Jahren organisieren die zwei jungen Frauen Aktionen für Kinder und Jugendliche, kleine und große Abenteuer.

Der Wettbewerb, an dem sie sich nun beteiligen, trägt den Titel „Break Out – How far can you go?“ („Ausbrechen – wie weit kannst du gehen?“). Es ist ein Charity-Event für Abenteuerlustige, dem der Leitspruch der Weltpfandfinderbewegung von Baden Powell vorangestellt ist: „Die Welt ein bisschen besser verlassen, als wir sie vorgefunden haben.“

Unter dem Namen „Team Rovizal“, den sich die beiden mit 16 Jahren beim gemeinsamen Kochen ausgedacht haben, machen sich Mühlhans und Schöbinger auf die Reise, um in eineinhalb Tagen möglichst weit zu kommen. „Am Ende wird der Luftweg vom Start bis zum aktuellen Standort gemessen, und dann pro Kilometer ein Betrag bezahlt“, sagt Mühlhans. Natürlich für einen guten Zweck.

Durch den Reisewettbewerb wird der Verein Jambo Bukoba unterstützt. Dieser sensibilisiert Schüler für Gleichberechtigung und Gesundheit, und verbessert dadurch die Bildungssituation in dem afrikanischen Land nachhaltig. Durch die Hilfe konnten schon 40 Schulen gebaut werden. Mit dem Wettbewerb in diesem Jahr wird der Bau von acht Regenwassertanks unterstützt, um die hygienischen Bedingungen an Schulen und in der Region zu verbessern.

Das Konzept von „Break Out“ folgt der Idee eines Spendenmarathons. Pro gereistem Kilometer sammelt jedes Team Spenden von ihren Sponsoren. Auch Mühlhans, Studentin der Sozialen Arbeit, und Schöbinger, Mitarbeiterin in einem Bestattungsunternehmen, sind noch auf der Suche nach Geldgebern für ihre Reise. Diese können den Teilnehmern dann auch während der Reise Aufgaben stellen und einen festgelegten Betrag spenden, wenn diese erfüllt werden.

Start aller Reisenden ist an Christi Himmelfahrt, also Donnerstag, 25. Mai, um 9 Uhr in München. „Am Geschwister-Scholl-Platz geht es los“, sagt Mühlhans. „Wir würden dann gerne Richtung Frankreich reisen.“ Wo genau die Reise hingeht, müssen die beiden natürlich davon abhängig machen, wer sie wohin mitnimmt. Egal, ob auf dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Auto, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch mit dem Esel – Hauptsache es entstehen keine Kosten bei der Fortbewegung.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt 2014 von Münchner Studenten und wird seitdem von einer Studentengruppe ehrenamtlich organisiert. Dort, in Berlin und Barcelona starten dann über 100 Teams, bestehend aus jeweils zwei Personen. Mühlhans und Schöbinger sind in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei. „Wir haben von einem Bekannten davon erfahren“, so die 22-Jährige. „Wir sind gespannt was uns erwartet.“

Infos und Spenden: Wer die beiden unterstützen möchte, bekommt auf der Internetseite www.break-out.org weitere Infos. Dort kann man im Bereich „Teams“ dem Reiseverlauf folgen. (Tamara Scheid)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Freitagabend
Tipps gegen Langeweile: Das ist los am Freitagabend
Mitfahrerbank: Suche nach Standorten
Die Gemeinde Benediktbeuern steht einer sogenannten Mitfahrerbank aufgeschlossen gegenüber und will nun nach Standorten suchen, wo man diese aufstellen kann.
Mitfahrerbank: Suche nach Standorten
Familientauglich: Keine Kompromisse bei sozialem Wohnbau
12 Wohnungen entstehen in der Tölzer Kohlstatt, einige davon sind familientauglich. Darüber diskutierte der Bauausschuss zuletzt - und über einen „eingeklemmten …
Familientauglich: Keine Kompromisse bei sozialem Wohnbau

Kommentare