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Gemeinsam unterwegs sein hält fit: Einer der ältesten Teilnehmer war 80 Jahre alt. Unser Bild zeigt einige der Teilnehmer mit Wanderfreunde-Vorsitzendem Josef Floßmann (7. v. re.) und Wanderwart Wolfgang Guski (11. v. re.).  

Bichler Wanderfreunde mit der Veranstaltung sehr zufrieden

700 Gäste bei Geburtstags-Wandertagen

Runde Geburtstage muss man feiern – und zwar so, wie man es am liebsten mag. Für den 40. Geburtstag der Wanderfreunde Bichl hieß das: wandern. Und so fanden am vergangenen Wochenende statt den alljährlichen Bichler Wandertagen ganz spezielle Jubiläumswandertage statt – inklusive eines 40 Kilometer langen Marathons.

Bichl– Dieser führte von Benediktbeuern aus über das Steinbachtal zur Bichler Hütte, weiter über Heiglkopf und Blomberg zum Zwiesel und zurück in das Klosterdorf. „So einen Marathon machen wir nur zu ganz besonderen Anlässen“, sagte Wanderwart Wolfgang Guski. Laut Guski waren zu der zweitägigen Veranstaltung rund 700 Teilnehmer der verschiedensten Altersgruppen angereist. Angesichts des schlechten Wetters am Samstag eine ansehnliche Zahl, wie Guski befand: „Wir sind zufrieden.“ Einige von ihnen wollen sogar noch die kommende Woche bleiben, um bei der zweiten internationalen Wanderwoche des Vereins dabei zu sein.

Etliche Wanderer hatten weite Anfahrtswege in Kauf genommen: Manche kamen aus Belgien, aus Wien, von der dänischen Grenze oder aus dem Großraum Köln. Gerhard Keim war mit einer Wandergruppe aus Wiesbaden angereist. Der passionierte Wanderer war zum ersten Mal bei den Bichler Wandertagen dabei – und begeistert. „Die Gegend hier ist wunderschön und ideal zum Wandern“, sagte er am Sonntag begeistert.

Das fand auch sein Kamerad Rudolf Bosenius. Seit 1985 wandert der heute 80-Jährige regelmäßig. Zwar nicht mehr einen Marathon, wie er lachend sagte, aber die 5-Kilometer-Tour packte er am Sonntag leicht. „Wandern tut einfach gut. Weil man in der Natur ist“, sagte der Wiesbadener. Da konnten ihm Renate und Peter Reindl aus Fürstenfeldbruck nur beipflichten. Zum fünften Mal liefen sie bei den Bichler Wandertagen mit. Warum? „Die Strecken hier sind sehr schön, und man lernt unterwegs nette Leute kennen und genießt schöne Ausblicke.“

Natur und Ruhe genießen und dabei gemeinsam in einer Gruppe wandern: Das macht für Josef Floßmann bis heute den Reiz des Vereins aus. Der Vorsitzende der Bichler Wanderfreunde war Gründungsmitglied, als vor vier Jahrzehnten neun wanderbegeisterte Bichler den Verein ins Leben riefen. „Damals waren viele Junge dabei“, erinnerte sich der heute 64-Jährige. „Und damals gab es in fast jedem Ort einen Wanderverein. Das war ein richtiger Boom.“ Heute dagegen kämen kaum junge Mitglieder nach – zu groß sei das Angebot an den vielfältigsten Vereinsaktivitäten und Freizeitangeboten. Auch die Zahl der Wandervereine sei heute deutlich kleiner. Die aktuell 50 Mitglieder in Bichl müssten deshalb immer weitere Strecken fahren, um gleichgesinnte Vereine zu treffen und gemeinsam zu wandern.

Abschrecken lassen sie sich davon nicht. Laut Josef Floßmann sind sie fast jedes Wochenende unterwegs, um irgendwo in Deutschland oder dem nahen Ausland mit anderen Wanderern auf Schusters Rappen die Welt zu erkunden – und das wollen sie auch in Zukunft machen. Und auch die Bichler Wandertage sowie die dann dritte internationale Wanderwoche sollen 2018 wieder stattfinden. (von Franziska Seliger) 

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