Eric Frenzel erneut Weltmeister in der Nordischen Kombination

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Die Ruhe auf dem Wasser treibt Benedikt Gabor immer wieder auf sein SUP.

Trendsport auf Seen und Flüssen

Ab aufs Board: Darum sind so viele in der Region Bad Tölz-Wolfratshausen im SUP-Fieber

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Böse Zungen behaupten, man könnte trockenen Fußes von einem Ufer zum anderen gelangen. Tatsächlich reihen sich auf Isar, Loisach und den Seen im Landkreis die SUP-Boards geradezu aneinander. Die Begeisterung für die vielseitige Trendsportart ist enorm.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Ob zum Training, aus Spaß, zur Meditation, aus Abenteuerlust oder zum Yoga – gefühlt jeder Zweite schwingt sich in seiner Freizeit aufs Board und paddelt drauflos. Stand-Up-Paddeling (SUP) ist zurzeit die Trendsportart auf dem Wasser. Zugegeben, beliebt ist das SUPen schon seit einigen Jahren. Doch der Hitzesommer zog besonders viele Landkreisbürger ans Wasser. Auf Isar, Loisach und den Seen in der Region sind die stehenden Paddler nicht zu übersehen.

Benedikt Gabor aus Geretsried ist schon einige Jahren vor dem Hype aufs Board gekommen. „Es ist ein sehr schöner, ausgeglichener Sport“, sagt der 21-Jährige. Ihn begeistert die Vielseitigkeit: Abends mit Freunden auf den See fahren, auf einer Tour richtig Gas geben oder etwas rauspaddeln und sich auf dem Board sonnen – alles ist möglich.

Gabor mag Wasser im Allgemeinen, er ist nicht umsonst Segler, Surfer, Stand-Up-Paddler und Bootsbauer in der Ausbildung. „Es bringt sehr viel Ruhe mit sich“, sagt er. Sogar, wenn er mit Freunden auf dem SUP unterwegs ist. „Man redet wenig miteinander und genießt die schöne Aussicht.“

Auf dem Bibisee paddeln Karin Hüttel und Sohn Leopold (6) gerne mit ihrem SUP-Board.

Die Ruhe schätzt auch Karin Hüttel, wenn sie über den Bibisee paddelt. „Es ist total entspannt, wenn man weit draußen und nichts um einen herum ist“, sagt die 42-Jährige. Allzu lange kann sie das allerdings nicht genießen. Das aufblasbare Gefährt ist ein Familien-SUP. „Für die Kinder hat es absoluten Fun-Faktor“, berichtet die Geretsriederin. Ihre Söhne Leopold (6) und Paul (9) haben „riesig Spaß“ dabei. Die Familie hatte zuerst das Board einer Freundin ausprobiert, sagt Hüttel. Im Juli wurde ein eigenes angeschafft. „Es lässt sich bequem im Rucksack verstauen und ist schnell aufgepumpt.“

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Ein Board erstmal getestet hat auch Andreas Burger (29) aus Bichl – und ebenso schnell ein eigenes angeschafft. „Es ist eine gute Alternative zum Klettern oder Hochtouren-Gehen, wenn es heiß ist“, sagt der Schulsozialarbeiter und Kletterlehrer. Am liebsten paddelt er mit Freunden über den Kochelsee, fährt über die Loisach bis Penzberg oder auch mal nach Wolfratshausen.

In St. Heinrich bietet Sascha Berentzen SUP-Kurse an – und verzeichnet wachsendes Interesse.

Wer kein eigenes Board hat, kann sich eins ausleihen. Einer der vielen Anbieter im Landkreis ist das Wassersportcenter Starnberger See in St. Heinrich. Im achten Jahr gibt es dort SUPs. Sie werden immer gefragter. „Man merkt, dass es mehr wird“, sagt Stationsleiter Sascha Berentzen. Der Sport sei für jeden geeignet, ob jung oder alt. „Nach zehn Minuten hat man einen ersten Erfolg“, sagt er. Dass das SUPen so gefragt ist, freut Berentzen, weil es die Windsufer-Branche gerettet habe. „Nach der Hochzeit in den 1980er, 90er Jahren ist es leider etwas in Vergessenheit geraten, aber jetzt kommt es wieder.“

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Das Wassersportcenter bietet Kurse an, um sicher mit dem SUP umgehen zu können. Aber auch, wer einfach so ein Board ausleiht, bekommt eine ausführliche Einweisung, darauf legt der Stationsleiter wert. „Damit jeder sorgsam mit der Natur umgeht und jedem bewusst ist, dass wir hier Wassersport machen“, sagt Berentzen.

Dieses Wissen ist auch Martin Held von Alride Stand Up River Surfing wichtig. Der Lenggrieser Tourenanbieter SUPt seit 2013 mit Gruppen die Isar hinunter. Auf dem Fluss könne prinzipiell jeder von normaler Sportlichkeit paddeln – erst auf Knien, bei ruhigeren Passagen dann im Stehen. Aber auch für Sportler sei das Paddeln eine ganz neue Herausforderung – durch die Kurvenverläufe und Wellen in der Isar. Sie sei sehr schön mit dem SUP zu erkunden – und unglaublich interessant. Held schwärmt: „Die Natur stehend vom Wasser aus zu sehen, ist jedes Mal wieder beeindruckend.“

sw

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