„Wir hoffen, dass Bichler und Benediktbeurer gemeinsam etwas auf die Füße stellen und dass wir alle eine schöne Fastenzeit haben“: Die Bichlerinnen Christina Schmid (li.) und Lilly Schöffmann planen eine vorösterliche Aktion.
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„Wir hoffen, dass Bichler und Benediktbeurer gemeinsam etwas auf die Füße stellen und dass wir alle eine schöne Fastenzeit haben“: Die Bichlerinnen Christina Schmid (li.) und Lilly Schöffmann planen eine vorösterliche Aktion.

Stationenweg geplant

Neue Idee von „Bichl Miteinander“: In geschmückter Lindenallee durch die Fastenzeit

  • Christiane Mühlbauer
    VonChristiane Mühlbauer
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Nach dem großen Erfolg der Adventskalender-Aktion verfolgen die beiden Organisatorinnen von „Bichl Miteinander“, Lilly Schöffmann und Christina Schmid, nun eine neue Idee: Sie planen einen Fastenweg.

Bichl - „Wir haben so viele positive Rückmeldungen auf die Aktion vor Weihnachten bekommen, und alle haben gesagt, sie wünschen sich eine neue Aktion“, berichtet Lilly Schöffmann. Deshalb haben sie sich Gedanken gemacht, wie sie auch in der Osterzeit den Gemeinschaftsgedanken fördern können.

Die jungen Mütter möchten in der Lindenallee zwischen Bichl und Benediktbeuern einen Stationenweg zur Fastenzeit schaffen. Die Idee ist, an 42 Tagen zwischen Aschermittwoch (17. Februar) und Ostermontag (5. April) jeden Tag einen Baum schön zu gestalten. Die Lindenallee hat über 90 Bäume, sodass also fast die Hälfte der Bäume einen sogenannten „Paten“ hätte. Der Stationenweg soll zum Spazierengehen und Nachdenken einladen.

Die Aktion basiert auf dem christlichen Glauben und soll Bezug nehmen zur Schöpfung. Schöffmann und Schmid werden von der Pfarrei Benediktbeuern-Bichl unterstützt, genauer gesagt von Diakon Hubertus Klingebiel aus Benediktbeuern und Diana Ruf, die die Adventsfenster-Aktion in Bichl organisiert. „Die Pfarrei übernimmt die Gestaltung der Sonntage und der gesamten Karwoche“, sagt Schöffmann. Auch zwei Bürger haben sich schon gemeldet.

Derzeit sind noch 26 Tage beziehungsweise Bäume „frei“. Schöffmann und Schmid wollen sich diesmal zurückhalten und suchen Bürger aus Bichl und Benediktbeuern („die Allee verbindet uns ja“) sowie Vereine aus beiden Gemeinden, die eine Baumpatenschaft übernehmen.

Anders als beim Adventskalender werden dieses Mal keine Firmen eingebunden, die kleine Gewinne und Geschenke beigesteuert hatten. „Darauf wollen wir in der Fastenzeit bewusst verzichten“, sagt Schmid. Für die Baumgestaltung schlagen die beiden Frauen christliche oder weltliche Impulse wie zum Beispiel Lieder, Gebete, Gedichte und Bilder vor. „An einzelnen Tagen werden die bekannten Papiertüten mit kleinen Präsenten, Bastelmaterialien und Geschichten zum Mitnehmen bereitstehen“, sagen die beiden. „Es lohnt sich also jeden Tag, eine kleine Runde spazieren zu gehen.“

Für die Gestaltung der Bäume gibt es aber Regeln, betont Schöffmann. Sie werden überall kommuniziert, für die Aktiven dann noch mal in einer WhatsApp-Gruppe. Verboten sind beispielsweise Reißnägel oder Ritzungen. Jeder „Pate“ ist für seinen Baum verantwortlich und soll regelmäßig nach dem Rechten sehen. Weil die Bäume dem Wetter ausgesetzt sind, empfehlen die beiden Organisatorinnen, die Bilder und Texte zu laminieren.

An einem Baum, das verraten die Organisatorinnen schon, soll es Infos über heimische Schmetterlinge geben. Geplant ist, dass der betreffende Baum täglich ab 9 Uhr geschmückt ist. „Die ganze Aktion ist wieder im Freien und funktioniert mit den Abstandsregeln“, sagt Schöffmann. Die beiden Bichlerinnen hoffen, „dass Bichler und Benediktbeurer gemeinsam etwas auf die Füße stellen und dass wir alle eine schöne Fastenzeit haben“.

Anmeldeschluss für die Aktion ist Sonntag, 31. Januar. Alle Infos im Internet auf www.bichl-miteinander.de.

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