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Ausblick auf 2022: Bichl baut und hofft auf ein Fest im Herbst

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Von: Christiane Mühlbauer

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Bichls Bürgermeister Benedikt Pössenbacher (hier vor dem Rathaus) hofft, dass heuer rasch eine Lösung für die Probleme mit der Deutschen Bahn gefunden wird.
Bichls Bürgermeister Benedikt Pössenbacher (hier vor dem Rathaus) hofft, dass heuer rasch eine Lösung für die Probleme mit der Deutschen Bahn gefunden wird. © arp

Die Gemeinde Bichl hat 2022 eine vor. Ganz oben auf der Liste steht der neue Bauhof. Außerdem wird der Veteranenverein 150 Jahre alt.

Bichl – Die Gemeinde Bichl ist, sieht man auf die Gewerbesteuereinnahmen, in den vergangenen Monaten relativ glimpflich durch die Corona-Krise gekommen. Bürgermeister Benedikt Pössenbacher rechnet auch 2022 mit einem ruhigen Jahr. „Wir haben viele Handwerksbetriebe im Dorf, die gut zu tun haben“, sagt er bei der Vorschau auf das kommende Jahr.

Ob Faschingsbälle möglich sein werden, ist derzeit noch offen

Das gelte aber freilich nicht für alle Branchen. „Die Gastronomie wird arg gebeutelt.“ Die Gemeinde ist bekanntlich Eigentümerin des Gasthofs Bayerischer Löwe, deren neue Pächterin just bei Ausbruch der Pandemie 2020 eigentlich durchstarten wollte. Seither müht sie sich durch die Krise. „Wir führen immer wieder Gespräche und schauen, was wir machen können“, sagt Pössenbacher.

Im Saal des Gasthofs steppt in der Faschingszeit der Bär. Ob das auch 2022 der Fall sein wird? „Ich hoffe sehr für die Maschkera, dass es geht“, sagt Pössenbacher und lobt den engagierten Verein. Aber realistisch betrachtet, stehe auch heuer hinter dem Fasching leider ein Fragezeichen. „Es ist sehr aufwendig zu planen, und die Organisatoren sollen ja auch was dabei verdienen.“

Pössenbacher hofft, dass Maßnahmen an den Bahnübergängen angepackt werden können

Was die Gemeindepolitik anbelangt, so hofft Pössenbacher, dass man 2022 konkrete Maßnahmen an den beiden Bahnübergängen „Am Bühel“ und an der B 11 anpacken kann. Wie berichtet, soll es nach dem Gespräch mit Verkehrsministerin Kerstin Schreyer wenige Tage vor Weihnachten nun in Kürze einen Ortstermin geben (wir berichteten). Auch Vertreter des Ministeriums werden daran teilnehmen. Es geht um die Neugestaltung „Am Bühel“ sowie um ein sicheres Abbiegen für Landwirte und Radfahrer an der B 11.

Erste Arbeiten für den neuen Bauhof sind bereits vergeben

Zudem will die Gemeinde im kommenden Jahr einige Baumaßnahmen anpacken. Allen voran der neue Bauhof. Die Arbeiten für das Setzen der Bohrpfähle seien schon vergeben. „Im März will die Firma anfangen“, sagt Pössenbacher. Weitere Ausschreibungen würden derzeit laufen, etwa für die Rohbau-Arbeiten. „Im Februar soll dann die Vergabe stattfinden.“

Baustellenfahrzeuge werden auch in der Bahnhofstraße anrücken. Deren Ausbau samt Gehweg ist schon länger ein Wunsch der Gemeinde. Das Gute ist: Bichl kann noch immer im Programm der Dorferneuerung Zuschüsse über das Amt für Ländliche Entwicklung abrufen. Im ersten Abschnitt wird der Bereich von der Einmündung Raiffeisenstraße bis zum Bahnhof angepackt. „Der Förderbescheid vom Amt ist schon da“, freut sich Pössenbacher. Die Vergabe an die Firmen wird vermutlich im Frühjahr stattfinden. Die Arbeiten würde er am liebsten in einer Ferienzeit durchführen, denn: „In diesem Bereich gehen ja doch sehr viele Kinder zum Zug.“

Die Gesamtkosten für Abschnitt eins und zwei liegen bei rund 600 000 Euro, der erste Bereich ist der teurere und kostet knapp 400 000 Euro. 60 Prozent der Gesamtkosten werden bezuschusst.

Auch Straßensanierungen sind heuer geplant

Im Rahmen der Dorferneuerung will Bichl auch den Feuerhausweg sowie einen Teilbereich der Bachstraße sanieren. „2022 wird hier aber keine Ausführung gemacht. Wir führen die Planung durch und hoffen, dann eine Förderzusage zu bekommen, so dass wir hier 2023 starten können“, sagt der Bürgermeister.

Am Feuerhausweg wird in den kommenden Jahren Wohnbebauung entstehen, einige Anträge haben den Gemeinderat schon passiert. „Ich gehe davon aus, dass die privaten Bauherren im neuen Jahr anfangen.“

Gut aufgestellt in Sachen Kinderbetreuung

Im Bereich Kindergarten und -krippe sei Bichl gut aufgestellt, sagt der Bürgermeister. „Wir haben überall sogar noch ein bisserl Platz und haben auswärtige Kinder aufgenommen.“ In nächster Zeit müsse man wohl nicht von einer Erweiterung ausgehen.

Bei der Frage nach Festivitäten hofft Benedikt Pössenbacher, dass die Bichler Veteranen im Herbst ihr 150. Gründungsjubiläum feiern können. „Es wäre schon schön, wenn es möglich wäre zu feiern.“

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