Kostet künftig 80 Euro: Die Gemeinde Bichl hebt die Hundesteuer an.
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Kostet künftig 80 Euro: Die Gemeinde Bichl hebt die Hundesteuer an.

Gemeinderat

Bichl greift in die Taschen der Hundehalter

Die Loisachtal-Gemeinde Bichl erhöht die Hundesteuer. Doch es wird weiterhin auch einige Ausnahmen gebe.

Bichl – Tiefer in die Tasche der Hundebesitzer greift die Gemeinde Bichl ab Januar kommenden Jahres. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig eine neue Hundesteuer-Satzung. Die Erhöhung der Preise der alten Satzung aus dem Jahr 2010 sei notwendig geworden, so Kämmerer Florian Hlawatsch, „da alles, was mit der Versorgung und vor allem mit der Entsorgung der Hunde-Hinterlassenschaften zu tun hat, in den letzten elf Jahren ebenfalls teurer geworden ist.“

Steuer für Vierbeiner erhöht sich von 65 auf 80 Euro beim ersten Hund

Die Gemeinde wolle sich hier keinesfalls bereichern, führte Bürgermeister Benedikt Pössenbacher aus und erklärte: „Die Einnahmen der Hundesteuer decken nicht einmal die Kosten für Material und vor allem für Personal zur regelmäßigen Leerung der Hundetoiletten.“

„Derzeit ist im Gemeindegebiet Bichl kein einziger Kampfhund gemeldet.“

Ab Januar werden nun jährlich folgende Steuern für die Hunde fällig (alte Sätze in Klammern): 80 (65) Euro für den ersten, sowie 160 (130) Euro für den zweiten und jeden weiteren Hund. Die neue Steuer für gesetzlich definierte „Kampfhunde“ beträgt 800 (600) Euro. Allerdings fügte Hlawatsch hier an: „Derzeit ist im Gemeindegebiet Bichl kein einziger Kampfhund gemeldet.“

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Steuerbefreit sind vor allem Hüte-, Rettungs-, Polizei- und Wachhunde. Letztere, wenn sie ausschließlich zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben dienen. Ebenfalls keine Steuer für ihre Vierbeiner zahlen müssen Blinde, Taube, Schwerhörige oder Menschen, die ohne Hund hilflos sind. Eine Steuerbefreiung für ein Jahr können Personen beantragen, die freiwillig einen sogenannten „Hundeführerschein“ abgelegt haben. Nur der halbe Steuersatz wird fällig bei Hunden, die in Einöden gehalten werden. Als Einöde gilt ein Anwesen, dessen Wohngebäude mehr als 500 Meter Luftlinie von einem anderen Wohngebäude entfernt sind. Nicht mehr enthalten in der neuen Satzung ist hier der Geltungsbereich für Weiler. Halbe Preise gelten auch für Jagdhunde, nach bestandener „Brauchbarkeits-Prüfung“, die ausschließlich oder überwiegend zur Ausübung der Jagd- oder des Forstschutzes gehalten werden, außer der betreffende Vierbeiner fällt sowieso unter die Steuerbefreiung.

Anleinpflicht in Bichl schwer durchsetzbar

Eine Anleinpflicht im Dorfbereich wollte Georg Schöffmann in die neue Satzung mit aufnehmen. Dem erteilte der Rathauschef eine Absage: „Rechtlich schwer durchsetzbar und kaum kontrollierbar.“ So habe man sich bereits vor Jahren intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Dabei habe sich herausgestellt, dass wenn man eine allgemeine Anleinpflicht anordnen wolle, man auf der anderen Seite eine Freilauf-Fläche schaffen müsste. Mit der einmütigen Entscheidung des Gemeinderats werden ab Januar die neuen Tarife für alle Zamperl ab dem fünften Lebensmonat fällig. (E. Scheitterer)

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