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Schöne Entdeckung: Als man das Pestbild abhängte, wurde diese originale Wandmalerei entdeckt. Sie wird nun restauriert.

Kirche St. Georg

Bichler Dorfkirche: Überraschung bei der Sanierung

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Bichl - Die Renovierungsarbeiten in der Bichler Dorfkirche gehen weiter: Nun wurde mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen. Beim Patrozinium an diesem Sonntag werden aber nur zwei Gerüste in dem Gotteshaus stehen.

Eigentlich würden die Gläubigen das Patroziniumsfest erst am 24. April feiern. Doch weil kommende Woche der Augsburger Generalvikar Harald Heinrich zur Pfarrvisitation kommt, wird das Kirchenfest um eine Woche vorverlegt. Denn am 24. April soll in der Benediktbeurer Basilika der Abschlussgottesdienst gefeiert werden (siehe Kasten).

Doch zurück zur Georgskirche: Hier gehen die Sanierungsarbeiten weiter. Der erste Bauabschnitt wurde erfolgreich abgeschlossen und war sogar günstiger als kalkuliert, berichtete Kirchenpfleger Hans Huppenberger am Dienstag bei der Bürgerversammlung. „Wir hoffen, auch beim zweiten Bauabschnitt die Kosten minimieren zu können.“ Veranschlagt sind zunächst 140 000 Euro. „Wir freuen uns aber weiterhin über jede Spende, um den dann guten Zustand der Kirche erhalten zu können und eventuell noch einige Kleinigkeiten im Altarraum und in der Sakristei zu verbessern.“ Auch Patenschaften für Heiligenfiguren sind nach wie vor möglich.

Beim zweiten Bauabschnitt geht es nun um die Restaurierung der Seitenaltäre, der Kanzel und der Figuren. Die Arbeiten übernimmt weiterhin die Firma Wiegerling aus Gaißach. Dorthin wurden nun auch die Figuren gebracht, um sie behutsam zu reinigen oder zu kleben. Beim heiligen Georg zum Beispiel war an Schultern, Fingern und Gewand die Farbe abgeplatzt, auch bei seinem Pferd und dem Drachen entdeckte man Fehlstellen. Zudem muss die Kirche von Staub- und Rußablagerungen, Spinnweben und Verschmutzung durch Vogelkot gereinigt werden.

Immerhin: Zum Patrozinium können zwei der vier Gerüste entfernt werden. Wer schon länger nicht mehr in der Kirche war, wird auch die neuen beheizbaren Sitzpolster kennenlernen, die Ende 2015 montiert wurden.

Beim nun abgeschlossenen ersten Bauabschnitt trat übrigens eine Überraschung zu Tage: Die Restauratoren entdeckten hinter dem Pestbild eine originale Wandmalerei. „Es handelt sich um ein naturgetreues Schattenbild der gegenüberliegenden Wandseite“, erklärt Huppenberger. Dort ist links oben im Altarraum das „Chörl“, also ein kleiner Chor, der mit einem Eisengitter versehen ist. Von dort kann man von oben dem Gottesdienst beiwohnen. Nun wurde entdeckt, dass anno dazumal auf der gegenüberliegenden Seite der Schatten des Gitters gemalt wurde, den man bei entsprechender Sonneneinstrahlung erkennt. „Irgendwann hat man einfach das Pestbild darüber gehängt“, sagt Huppenberger. Dieses Bild soll nun einen neuen Platz im Leichenhaus erhalten. Die alte Wandmalerei wird stattdessen wieder in den Urzustand versetzt.

Insgesamt haben die Bichler 137 000 Euro für ihre Kirche gespendet. Huppenberger bedankte sich im Namen aller Beteiligten sehr für diese Unterstützung. „Auf Grund dieser Spendenfreude ist die Finanzierung bis auf Kleinigkeiten gesichert.“

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