Attacke auf Passanten in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte

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Tohuwabohu vor der Penzberger Stadthalle: Die Bürgermeisterin treibt faule Gemeindearbeiter zum Baumfällen an und versucht gleichzeitig, der Proteste von Umweltschützern Herr zu werden. So persiflierten die Bichler Maschkera aktuelle Konflikte in der Nachbarstadt.

Bichler Faschingszug

Promis, Pannen, Parodien

Bichl - Lustig, fantasievoll und teils topaktuell: So präsentierten die Bichler gestern ihren Faschingszug durchs Dorf. Über 1000 Zuschauer hatten ihre helle Freude und wurden hautnah ins Geschehen einbezogen. Klar, dass auch der ein oder andere Seitenhieb in Richtung Benediktbeuern nicht fehlte.

Die Promidichte war hoch am Sonntagnachmittag beim Bichler Faschingszug. Auf den Wagen waren nämlich allerlei Gesichter zu erspähen, die man nur allzu gut aus Funk und Fernsehen kennt – natürlich jeweils in einer liebevoll karikierten Faschingsversion. Da verkündete eine unerschütterliche Angela Merkel (mit leichtem Bartschatten) vom G7-Gipfel schallplattenartig ihr „Wir schaffen das“ und drückte den segelohrigen Barack Obama an die breite Brust, um ihn beständig mit Weißwürsten zu füttern.

Aber auch Benediktbeurer schafften es ja zuletzt reihenweise zu medialen Ehren. Gleich mehrfach aufs Korn genommen wurde „Wetterprophet“ Sepp Haslinger. Der stand – verzweifelt über die Unzuverlässigkeit seiner Wetterkerze – gemeinsam mit der Dorfratschn Schlange im „Bichler Zauberstüberl“, um sich bei einer langnasigen Hexe alternative Zukunftsprognosen zu holen. Das Ergebnis aber verwunderte ihn: „Jetzt sagt die 30 Zentimeter Neuschnee zu Fronleichnam voraus – und wenn ich das so weitergebe, glaubt mir wieder keiner.“

Im wahrsten Sinne zuckersüß fiel die Parodie auf die TV-Show „Das große Backen“ aus, bei der Monika Triebenbacher aus Benediktbeurerin als Siegerin hervorging. Unter anderem gab ein ziemlich durchgeknallter Konditor Loisachtaler Backgeheimnisse preis, indem er sich ein Ei nach dem anderen an der Stirn zerschlug und reichlich Mehl über die Zuschauer streute.

Ein Ziel des Spotts waren auch die Tierschützer, die sich über das Tragen von Fuchspelz bei der Tölzer Leonhardifahrt echauffierten. Die Bichler Maschkera präsentierten allerlei vegane Alternativen, unter anderem eine Kette aus Karotten und einen Jutesack statt Tracht: „Das ist Leonhardi 4.0!“ Für das – auf die lange Bank geschobene – Benediktbeurer Heimatmuseum in der Alten Apotheke hatten die Bichler Maschkera Ausstellungsvorschläge parat: Von einem alten Waschbecken („von 1999, als wir in Benedikbeuern das erste fließende Wasser hatten“) bis zum dröhnend lachenden „Lassl Hias“ mit – aufgrund eines bestimmten Festzelt-Unfalls – leicht verrutschter Kuhglocke. Apropos Festzelt: Augenzwinkernd erinnerten die Maschkera daran, wie beim Bezirksmusikfest das Essen ausging und die Gäste den Pizza-Service bemühten. Zur Belebung der Bichler Gastronomie stellten sich Pacht-Interessenten für den „Bayerischen Löwen“ vor: darunter eine leichte Dame, die tief blicken ließ und als Einladungskarten Briefchen mit Kondomen verteilte.

Lustig machten sich die Bichler über den Feuerwehrhausbau zu Beuern („des scheenste an dem Häusl is der Blick nach Bichl“). Als Entschädigung gab’s für die Nachbarn ein paar wohlgemeinte Tipps in Form von Humor-Nachhilfe: „A Seminar fia d’Beura war ganz recht, dann wird da Maschkerazug ned gor so schlecht.“ Im Angebot hatten die Beurer drei Leistungsstufen: „totale Anfänger“, „Anfänger“ und „fortgeschrittene Anfänger“.

Andreas Steppan

Faschingszug in Bichl: Die schönsten Bilder

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