Rund 270 000 Euro kostet die Innensanierung der Bichler Kirche. Das Gotteshaus ist eine der bedeutendsten Barockkirchen in Oberbayern. Foto: Pröhl

Bichler Georgskirche ist saniert

„Jetzt strahlt wieder alles“

  • schließen

Bichl - Nach eineinhalb Jahren Sanierung erstrahlt die Bichler Georgskirche auch innen in neuem Glanz. Am kommenden Sonntag gibt es einen Festgottesdienst zum Abschluss der Renovierungsarbeiten.

Es ist vollbracht: Die Bichler Kirche ist sowohl außen als auch innen saniert. In den vergangenen Jahren (die Außenrenovierung fand 2010 statt) haben die Gläubigen viel dazu beigetragen, dass ihr Gotteshaus wieder erstrahlen kann.

Zuletzt war nun die Innensanierung an der Reihe, mit der Ende April 2015 begonnen wurde. Fresken und Figuren wurden gereinigt, ebenso die Wände des Kirchenraums, Deckengemälde und Orgelempore. Zudem wurde eine neue Heizung in die Sitzpolster der Kirchenbänke eingebaut.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 270 000 Euro. Davon haben die Gläubigen aus Bichl und Umgebung einen Eigenanteil von 150 000 Euro gestemmt. Vieles wurde privat gespendet, andere Einnahmen kamen vom großen Herbstmarkt 2015 oder wurde bei Veranstaltungen gesammelt, die ein Team um Kirchenpfleger Hans Huppenberger organisiert hatte.

Bei Huppenberger liefen in den vergangenen Jahren die Fäden zusammen. „Vergangene Woche kamen die letzten Heiligenfiguren von der Firma Wiegerling aus Gaißach zurück.“ Mit dem Ablauf der Arbeiten ist Huppenberger sehr zufrieden. „Jetzt strahlt wieder alles.“

Die Bichler Kirche gilt als eine der bedeutendsten in Oberbayern und ist ein überregional bekanntes Baudenkmal. Sie wurde 1751/52 erbaut und ist ein „Nebenprodukt“ von Johann Michael Fischer, der die Anastasia-Kapelle in Benediktbeuern baute (1751 bis 53).

Das Deckengewölbe malte Johann Jakob Zeiller aus Reutte in Tirol aus. Im Vorraum findet sich die Ecclesia mit den zehn Geboten dargestellt, im Obergeschoss über der Orgel spielt König David auf der Harfe. Im Altarraum malte der Künstler Alexandra, die Gemahlin des Kaisers Maxentius, die sich auf das Zeugnis des Ritters Georg hin zum Christentum bekehrt. Im Hauptgewölbe ist das Martyrium des Kirchenpatrons zu sehen, und auch den Hauptaltar schmückt eine Plastik des Reiters Georg.

Bei den Sanierungsarbeiten entdeckte man überraschenderweise eine Wandmalerei im Altarraum. Es ist ein Schattenbild des „Chörl“, eines Eisengitters auf der gegenüberliegenden Seite. Das Schattenbild kann man jetzt wieder sehen. Deshalb fand das Pestbild (es hing bislang darüber) einen neuen Platz im Leichenhaus.

Beim Tag des offenen Denkmals am 11. September hatten die Bichler erstmals zur Innenbesichtigung eingeladen. „Die Resonanz war recht gut“, berichtet Huppenberger.

Der Festgottesdienst am Sonntag, 9. Oktober, beginnt um 10 Uhr. Aufstellung zum feierlichen Kirchenzug ist um 9.30 Uhr am Dorfplatz. Alle Vereine sind mit ihren Fahnen dazu eingeladen. Der Festgottesdienst wird vom Kirchenchor unter der Leitung von Katharina Pössenbacher musikalisch gestaltet. Anschließend setzt sich der Festzug nochmals in Bewegung und geht zum „Bayerischen Löwen“. Zum Dank für die Unterstützung lädt die Kirchenverwaltung alle Freunde und Wohltäter zum Mittagessen und Kaffeetrinken in den Saal ein.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Max-Rill-Schule: Es war nur ein Fehlalarm
Max-Rill-Schule: Es war nur ein Fehlalarm
Kreistag lehnt Zuschuss für Geburtshilfe ab
Der Landkreis wird die Geburtshilfe an der Asklepios-Stadtklinik in Bad Tölz nicht mit einer jährlichen Zahlung von bis zu 1,8 Millionen Euro im Jahr bezuschussen. Der …
Kreistag lehnt Zuschuss für Geburtshilfe ab

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare