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Die schönsten Bilder von der Feier zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Bichl am Sonntag.
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Die schönsten Bilder von der Feier zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Bichl am Sonntag.

Bichler Wehr feiert 125-jähriges Bestehen

„Feuerwehr braucht Leidenschaft“

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Weißblauer Himmel, ein sehenswerter Festzug mit historischen Fahrzeugen und rund 2000 Zuschauer am Straßenrand: Bei der Feier zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Bichl passte am Sonntag einfach alles. Zudem gab es von vielen Seiten großes Lob für die Organisation der Festwoche, die nun zu Ende gegangen ist.

Bichl– „Erst vor einer Woche haben wir hier so ein schönes Fest gefeiert“, sagte Pfarrer Pater Heiner Heim und nahm damit Bezug auf den Patronatstag, der am Sonntag vor einer Woche ebenfalls bei bestem Sommerwetter in Bichl gefeiert wurde. Auch der Festgottesdienst zum 125-jährigen Bestehen der Bichler Feuerwehr sowie der folgende Festzug mit historischen Fahrzeugen fanden bei Bilderbuchwetter statt. Die Stimmung war prächtig.

Rund 1000 Feuerwehr-Mitglieder von 40 Wehren aus dem Tölzer und Weilheimer Land waren nach Bichl gekommen, beim Kirchen- und Festzug gingen zudem der Bichler Trachten- und Veteranenverein sowie die Zimmerstutzengesellschaft und die Gebirgsschützen mit. Während des Gottesdienstes, gehalten am Dorfplatz, suchten sie Platz unter schattenspendenden Bäumen.

Festprediger Pater Heiner Heim thematisierte „Feuer“ in vielfacher Hinsicht. Zum einen sei Feuer positive, wärmende Energie, zum anderen habe es unheimliche, zerstörerische Macht. „Das erleben wir in unseren Dörfern immer wieder“, sagte der Pfarrer mit Blick auf die jüngsten Großbrände in Bichl. Er nahm Bezug auf die griechische Mythologie, als Prometheus den Göttern das Feuer stahl, und sich damit den Zorn Zeus’ zuzog. Als es dem Menschen gelang, selbst Feuer zu machen und es für seine Zwecke einzusetzen, sei das der Beginn „einer neuen Zivilisation“ gewesen, sagte der Pfarrer und ging dann auf die Entwicklung des Feuerwehrwesens ein, vor allem auf die Entwicklung der Technik.

Eines sei jedoch immer gleich geblieben: Der Mensch stehe im Mittelpunkt, das Retten anderer und die Bereitschaft der Feuerwehr-Mitglieder, sich trotz Gefahr für das eigene Leben für andere einzusetzen. Sie alle würden handeln wie der barmherzige Samariter, sagte der Pfarrer. Für diese Arbeit gebühre den Floriansjüngern „höchste Anerkennung und größter Dank“.

Auch Bürgermeister Benedikt Pössenbacher, selbst in der Wehr engagiert, dankte den Mitgliedern. „Feuerwehr braucht Leidenschaft“, sagt er. Er ermutigte sie, ihre „Erfolgsgeschichte“ weiterzuschreiben, und vor allem nicht müde zu werden, Nachwuchs zu finden. Denn das sei heute die größte Aufgabe. Ähnlich äußerte sich auch der Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber (CSU) aus Bad Heilbrunn. Schwere Einsätze, etwa bei Unfällen mit tödlichem Ausgang, würden auch den Retter durch Mark und Bein gehen. „Und es ist traurig, dass die Politik sich derzeit Gesetze überlegen muss, weil Retter bei ihren Einsätzen immer wieder beschimpft und bedroht werden.“

Laut Kreisbrandrat Karl Murböck gehört die Bichler Feuerwehr zu den zehn ältesten Wehren im Südlandkreis Bad Tölz. „Die Gründungsmitglieder hätten sicher nicht gedacht, dass ihre Organisation 125 Jahre später so breit aufgestellt ist und so große Wertschätzung genießt.“

Murböck gratulierte gleichzeitig zum „Mega-Ereignis Festwoche“: „Es war hervorragend organisiert. Dafür mein höchster Respekt.“ Zuvor hatte schon Bürgermeister Pössenbacher der Festgemeinschaft seine Anerkennung gezollt: „Es ist gigantisch, wie unser Dorf vergangene Woche zusammengeholfen hat.“

Laut Polizei und Feuerwehr-Aufsicht säumten rund 2000 Gäste den Festzug, in dem vor allem die historischen Fahrzeuge, auch von den Nachbarwehren, für großes Interesse bei Kindern und Erwachsenen sorgten. Kommandant Hermann Spanner bedankte sich bei Vorstand Benedikt Schwaller von der Patenfeuerwehr Obersteinbach, die den Bichlern ein Jubiläumsfahnenband schenkte, und revanchierte sich mit einem Dankesband.

Im Festzelt wurde anschließend Lenz Demmel zum Ehrenkommandanten ernannt (Bericht folgt).

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