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Bürgermeister Benedikt Pössenbacher (li.) denkt übers Aufhören nach. In der Bichler Bürgerversammlung äußerte er sich erstmals über seine politische Zukunft. 

Bürgerversammlung

Bichls Bürgermeister  Pössenbacher: Eher keine weitere Amtszeit

Von A wie Asylbewerber bis W wie Wasserversorgung reichte die Themenpalette bei der Bichler Bürgerversammlung.

Bichl–  Dabei äußerte sich Bürgermeister Benedikt Pössenbacher erstmals zu seinen Plänen bezüglich einer weiteren Amtszeit als Gemeindeoberhaupt. Pössenbachers Stellvertreter Markus Geißler hatte dem Rathauschef in der Versammlung für seine Arbeit öffentlich gedankt. „Wir sind froh, dass wir Dich als Bürgermeister haben“, sagte Geißler. Er hoffe auf eine erneute Kandidatur Pössenbachers bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr.

Doch darauf wollte sich Pössenbacher an diesem Abend nicht festlegen, denn: „Ich mache es gerne. Aber es ist schon viel momentan“, sagte Pössenbacher. Nach dem plötzlichen Tod des Benediktbeurer Bürgermeisters und VG-Vorsitzenden Hans Kiefersauer bleibe nun viel Arbeit an ihm hängen. Immerhin übe er das Amt des Bürgermeisters ehrenamtlich aus, gehe also zusätzlich noch einem Hauptberuf nach. „Die Tendenz ist, dass ich 2020 nicht mehr kandidiere“, eröffnete Pössenbacher den Zuhörern im Saal des „Bayerischen Löwen“. „Ich mache es gerne, aber man soll aufhören, wenn es am schönsten ist – und momentan ist es am schönsten.“

Definitiv „Nein“ sagen zu einer erneuten Kandidatur wollte er an diesem Abend aber auch nicht. „Ich werde es mir extrem überlegen.“ Auch deshalb, weil er noch viele Ideen habe und die Zusammenarbeit im Gemeinderat „brutal viel Spaß“ mache.

„Bei Wasserproben gab es keine Beanstandungen“

Auch das Dorf entwickele sich gut. „Bichl muss sich nicht mehr verstecken.“ Für Juli sei eine Besprechung mit allen Beteiligten an der Kommunalwahl geplant. Dabei werde es unter anderem darum gehen, ob es in Bichl nur eine Liste geben solle. Bis zu diesem Termin werde er sich hinsichtlich seiner eigenen politischen Zukunft entschieden haben, sagte Pössenbacher.

Der Bürgermeister griff gezielt einige Projekte heraus, die im vergangenen Jahr angepackt worden waren: So sei beispielsweise fast die komplette Straßenbeleuchtung auf LED umgestellt worden. Damit habe eine Energieeinsparung von rund 77 Prozent erzielt werden können. Außerdem sei eine neue Friedhofsmauer gebaut und am Rathaus eine E-Ladestation errichtet worden. „Hier kann man kostenlos tanken“, so Pössenbacher. Ob das dauerhaft so bleibe, könne man derzeit noch nicht abschätzen.

Was die Wasserversorgung betrifft, habe es 2018 „keine besonderen Vorfälle gegeben. Bei den Wasserproben gab es keine Beanstandungen“. Wie Pössenbacher sagte, habe er sich zudem die Entwicklung der Nitratwerte im Bichler Trinkwasser im Verlauf der letzten Jahre einmal genauer angesehen. Ergebnis: Alles in Ordnung. Von den festgelegten Grenzwerten sei man „weit, weit entfernt“. Auch bei den durchgeführten Kanaluntersuchungen im Dorfgebiet seien „keine gravierenden Schäden aufgedeckt“ worden.

Pössenbacher informierte außerdem über den Stand des Breitbandausbaus und den Plan, als nächstes die umliegenden Aussiedlerhöfe anzuschließen. Ein diesbezüglicher Förderantrag sei bereits gestellt worden. Franziska Seliger

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