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Eine Fotovoltaikanlage wie hier auf der alten Deponie im Tölzer Farchet könnte auch in Bichl entstehen.

Gemeinderat diskutiert

Ein großes Fotovoltaikanlagen-Feld in Bichl?

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Die Gemeinde Bichl spielt mit dem Gedanken, auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie ein Fotovolatikanlagen-Feld zu errichten.

Bichl – Eine Idee von Bürgermeister Benedikt Pössenbacher wurde jetzt im Gemeinderat lebhaft diskutiert.

Das Areal befindet sich unweit der B 472 an der Bahnstrecke Richtung Penzberg und ist einen Hektar groß. Bodenuntersuchungen, durchgeführt vor einigen Jahren, hatten ergeben, dass von dem Gelände keine Gefahr ausgehe, berichtete Pössenbacher. Schon in der vorangegangenen Legislaturperiode hatte der Rat darüber diskutiert – und sich mit knapper Mehrheit gegen Fotovoltaik entschieden.

Nun stellte Pössenbacher die Idee wieder in den Raum und bat die Räte um ihre Meinung. Hintergrund ist, dass die Stadt Penzberg nur wenige Kilometer weiter eine solche Anlage errichtet hat. Diese läuft gut. Pössenbacher ging es jetzt um eine grundlegende Strategie.

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Die Räte äußerten unterschiedliche Meinungen. „Vorbehaltlich der Zahlen würde ich Ja sagen“, meinte Dritter Bürgermeister Kilian Streidl. „Das ist kein wertvoller Boden.“ Die Fläche sei zudem nicht einsehbar, „nur vom Zug aus“. Helmut Oppel war hingegen skeptisch, denn auf dem Areal wachsen Büsche und Sträucher. „Das müssen wir dann abholzen.“ Darunter sei aber auch viel Knöterich, entgegnete Pössenbacher, der sich im Landratsamt schon informiert hatte. „Ohne genaue Begründung wird dort keine Rodungsgenehmigung erteilt“, sagte Pössenbacher. Wenn das Amt aber wisse, was die Gemeinde dort plane, werde man es entsprechend prüfen. „Positive Signale sind schon da.“

„Jetzt haben wir hier die Grundsatzdiskussion Naturschutz oder Energiegewinnung“, meinte Helmut Kolbeck, der sich in den vergangenen Jahren im Gemeinderat immer wieder für Umweltschutz stark gemacht hatte. Eine Fotovoltaikanlage kann sich auch er auf der ehemaligen Hausmülldeponie vorstellen. „Die Nachfrage nach grüner Energie ist da“, sagte Kolbeck. Die Möglichkeiten zur Speicherung von Sonnenenergie werden sich in den kommenden Jahren immer weiter verbessern.

Michael Eberl hingegen kann sich mit der Idee nicht anfreunden: „Die Gemeinde muss nicht in die Energiewirtschaft einsteigen“, argumentierte er. „Den großen Profit machen wir damit nicht.“ Da habe die Umstellung der Straßenlampen auf LED der Gemeinde mehr Ersparnis gebracht. Zudem fürchtet Eberl, dass die Anlage „weitere Begehrlichkeiten zur Bebauung an der Bahn weckt“. Eine nahe Bebauung an der Bahn gebe es aber jetzt schon, hielt Pössenbacher entgegen.

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„Jeder will alternative Energien, aber nicht vor seiner eigenen Haustür“, sagte Xaver März. Auch er möchte die Idee verfolgen. „Für die Grube ist das kein Problem, die ist doch gut verfüllt.“ Konkrete Fragen, etwa zum Betreiben der Anlage, konnte Pössenbacher nicht beantworten. „Ich will ja nur mal grundsätzlich eure Meinung wissen.“ Blenden werde die Anlage Autofahrer nicht, sagte Pössenbacher auf die Frage von Michael Knestel. „Das war auch in Penzberg eine Diskussion. Aber für solche Anlagen gibt es einen Blendschutz.“

Letztlich sprach sich die Mehrheit dafür aus, die Idee weiter zu prüfen. Nur Michael Eberl, Helmut Oppel und Leonhard Peschl stimmten dagegen.

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