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Vorstellung: Sie erläuterten die Pläne für den Neubau der Bichler Bahnübergänge in der Bichler Bürgerversammlung (v. li.): Maxim Wöllmann und Mike Hartmann (beide Projektbüro Fuchs), Guido Rupp (Projektleiter DB Netz) und Bürgermeister Benedikt Pössenbacher.

Bauarbeiten an der Kochelseebahn-Strecke 

Das Ende der Bichler Kurbel-Schranke

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Die langen Wartezeiten an der Bahnschranke ins Bichler Gewerbegebiet Falak werden wohl bald vorbei sein. Von den Investitionen in die Strecke Kochel – Tutzing profitiert auch der Übergang in Bichl erheblich. Zuvor wird es allerdings Verkehrsbehinderungen geben.

Bichl/Kochel am See Die Deutsche Bahn plant heuer und 2018 große Investitionen in die Strecke von Kochel über Tutzing nach München (wir haben berichtet). Die DB will 20 Millionen Euro investieren, um die Strecke zu modernisieren. Es wird ein neues elektronisches Stellwerk eingebaut, das den gesamten Abschnitt der Kochelseebahn von Weilheim aus überwacht, berichtete Projektplaner Guido Rupp vor Kurzem in der Kochler Bürgerversammlung (wir berichteten). Deshalb müssen die Pendler in den Sommerferien sechs Wochen lang von der Bahn auf den Bus umsteigen.

Das Projektteam kam auch zur Bichler Bürgerversammlung, um die Investitionen für Bichl vorzustellen. Hier wird nämlich die „Problemschranke“ ins Gewerbegebiet Falak modernisiert – ein Wunsch, den die Gemeinde schon lange hat. Die Schranke, bislang noch per Hand gekurbelt, wird dann elektronisch bedient. „Ich hoffe, dann verkürzen sich auch die Schließzeiten“, fragte Gemeinderat Georg Schöffmann die Bahn-Mitarbeiter. Deren positive Antwort erfreute alle Anwesenden im Saal des „Bayerischen Löwen“: „Ja, die Schranke geht auf, wenn der erste Zug durch ist“, erklärte Rupp. Damit wird ein großes Problem in Bichl gelöst: weil sich dort die Züge aus Norden und Süden im Bahnhof kreuzen, wird die Schranke während diesen Minuten nicht manuell geöffnet – bei Autofahrern und Landwirten sorgt das seit vielen Jahren für Unmut.

Außerdem wird der Bahnübergang verbreitert. „Derzeit können zwei Lkw nicht aneinander vorbeifahren“, erklärte Rupp. Die Bahn plant zudem neue Schwellen und neue Lichtzeichen. „Die Arbeiten am Gleis werden überwiegend nachts stattfinden“, sagte Rupp. Trotzdem müsse man manches aber auch am Tag durchführen, deshalb müssen sich Autofahrer auf Einschränkungen einstellen. Wenn die Arbeiten auf der Westseite durchgeführt werden, wird der Übergang für zirka zwei Wochen vollgesperrt. Anlieger müssen dann über die Bundesstraße beziehungsweise Sportplatzstraße ausweichen. Bei den Arbeiten auf der Ostseite sei nur eine Teilsperrung erforderlich. „Und ein komplettes Wochenende, vermutlich Anfang September, werden Bahnübergang und Straße komplett gesperrt“, sagte Maxim Wöllmann vom Projektbüro Fuchs auf die Frage eines Bürgers, wie lange denn auch der Wertstoffhof nicht auf normalem Wege zu erreichen sei.

„Die Behinderungen muss man halt mal in Kauf nehmen“, ermunterte Bürgermeister Benedikt Pössenbacher die Bürger angesichts des Nutzens, den man anschließend von der modernen Schrankentechnik haben werde. Am Übergang Bühel (nahe der Kirche) wird sich übrigens nichts ändern: „Das ist in diesem Projekt nicht vorgesehen“, sagte Teamleiter Rupp.

Auch das Wartehäuschen am Bichler Bahnhof wird nicht modernisiert, sagte Rupp auf die Frage einer Bürgerin, die anschließend sichtlich enttäuscht war. „Das Gebäude gehört uns nicht, es wurde verkauft.“ Die Bichlerin hatte moniert, dass es oft zugesperrt sei, zudem sei es kalt und immer wieder Ziel von Vandalen.

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