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So wird jetzt geplant: Das rot umrandete Areal wird als Mischgebiet festgesetzt, das grün eingefasste als allgemeines Wohngebiet.

Entwicklung am Strassbergweg

Bichl soll im Süden wachsen

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Die bauliche Weiterentwicklung des Straßbergwegs beschäftigt in Bichl schon seit Längerem Gemeinderat und betroffene Bürger. In der jüngsten Ratssitzung wurden nun die Stellungnahmen von Nachbarn und Behörden ausführlich erörtert.

BichlDas Areal befindet sich am südlichen Ortsrand und wird bislang landwirtschaftlich genutzt. Angrenzend befindet sich die Firma Ley. Ein Teil des Areals war bislang im Flächennutzungsplan zur Weiterentwicklung als Bauland ausgewiesen. Die Gemeinde möchte nun den Weg frei machen, um das ganze Areal bebauen zu können, sprich den Straßbergweg bis zur Kochler Straße verlängern. Hintergrund ist unter anderem, dass sich private Eigentumsverhältnisse geändert haben.

Die Erörterung der Stellungnahmen war lang und dauerte eine gute Stunde. Im Kern geht es darum, welche Bereiche als Wohn- und welche als Mischgebiet definiert werden. In Letzterem ist „nicht störendes Gewerbe“ zulässig.

Das Gebiet entlang der Kochler Straße wird künftig als Mischgebiet ausgewiesen, das Areal in der Mitte definiert sich als allgemeines Wohngebiet, legte der Gemeinderat fest. Vorausgegangen waren einige Schreiben von Bürgern, die sich Sorgen über eventuelle Ruhestörungen machen. „Wir möchten verhindern, dass die bestehende Wohnbebauung durch Lärm und Emissionen benachteiligt wird, und es soll auch kein weiterer Schandfleck im Ortsbild der Gemeinde entstehen“, heißt es in einem dieser Briefe. Die Bürger kritisierten damit das „Ruinengrundstück“ hinter dem Rathaus, auf dem jetzt unter der Bezeichnung „Kfz-Werkstatt“ schrottreife Fahrzeuge lagerten. „Diese Nutzung steht in krassem Widerspruch zu den Bestrebungen der Gemeinde, die Dorfmitte attraktiv zu gestalten.“

Ein Wendehammer, eigentlich im alten Bebauungsplan Straßbergweg eingezeichnet, wurde bislang nicht verwirklicht, weil laut Bürgermeister Benedikt Pössenbacher nach Rücksprache mit den Anliegern „kein Bedarf“ bestand. Auch jetzt, im Rahmen der Neuplanungen, wird kein Wendehammer entstehen, weil der Straßbergweg durchgängig gemacht wird, sprich von der Kochler Straße bis zum Wiesenweg. Das Anliegen der Firma Ley, das Baufenster in den Obstgarten hinein zu erweitern, wurde vom Gemeinderat einstimmig abgelehnt. Von Seiten der Behörden gab es ebenfalls lange Stellungnahmen, die umfangreichste von der Abteilung Planungsrecht im Tölzer Landratsamt. Die Gemeinde wird in der Folge im Bebauungsplan verschiedene Verbesserungen durchführen, etwa zu Nutzungsmöglichkeiten und zu einer geplanten Grundstücksteilung.

In dem Plangebiet können Einzel-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Etwa 1800 Quadratmeter Mischgebiet sind im Besitz der Gemeinde. Es sei jedoch nicht geplant, dieses Areal rasch zu erschließen, „sicher nicht mehr in dieser Wahlperiode“, sagte der Bürgermeister.

Der Bebauungsplan wird vom 16. Mai bis 18. Juni im Bauamt in Benediktbeuern ausliegen.

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