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Pflanzen symbolisch einen Baum: Firmenchef Benedikt Ley (li.) und ZUK-Rektor Pater Karl Geißinger. Die Bäume in der nördlichen Klosterallee werden gesetzt, wenn im Herbst der richtige Zeitpunkt dafür ist. 

Wirtschaft im Landkreis

Europas größter Traktor steht in Bichl

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Die Firma von Benedikt Ley arbeitet jetzt mit einem Fendt Vario 1050 und engagiert sich im Zentrum für Umwelt und Kultur.

Bichl/Benediktbeuern– Das Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) in Benediktbeuern hat einen neuen, buchstäblich zugkräftigen Partner im Boot: Die Firma Benedikt Ley aus Bichl wird eine Patenschaft für den neuen Waldlehrpfad an der Loisach übernehmen. Das Unternehmen wird zudem Pflanzungen vornehmen und auch die Allee nördlich des Klosters im Herbst mit jungen Bergahornen ergänzen. Zudem will sich Ley der Gruppierung „Freunde und Förderer“ des ZUK anschließen.

Anlass für das Engagement der Bichler ist Firma ist deren neueste Anschaffung – nämlich der Fendt Vario 1050 (X1000), zurzeit der größte Standardtraktor in Europa. Er wiegt 14 Tonnen und hat 500 PS. Bei der Übergabe waren auch Vertreter der Firma Fendt sowie von der BayWa im Bereich Weilheim anwesend. In der hiesigen Vertriebsregion der BayWa ist es das einzige Fahrzeug dieser Kategorie.

Im Loisach-Kochelsee-Moor wird man dieses Fahrzeug allerdings nicht antreffen – dafür ist es einfach zu groß. „Der Traktor wird bei uns für Fräsarbeiten und hauptsächlich zur Erzeugung von Hackschnitzeln eingesetzt“, erklärt Firmenchef Benedikt Ley. Auch zur Pflege von Forststraßen wird es verwendet. Und im Sommer, wenn vor Ort im Wald weniger zu tun ist, wird es an den Firmenstandort nach Mecklenburg-Vorpommern gebracht, um es dort bei der Bodenbearbeitung einzusetzen.

Das Fahrzeug ist hochmodern ausgestattet und verfügt unter anderem über ein GPS-gesteuertes Lenksystem. Es hat digitale USB-Schnittstellen, um zum Beispiel Arbeiten in Forstwirtschaft und Pflanzenbau zu dokumentieren. Eine Rückfahreinrichtung macht es möglich, dass der Fahrer rückwärts genauso arbeiten kann wie vorwärts – er kann Fahrersitz und Innenraum-Ausstattung ganz simpel drehen, ohne den Traktor im ganzen Wenden zu müssen. Zudem sei die Maschine besonders effizient und umweltschonend, begründet Ley seine Kauf-Entscheidung. „Wenn man ein Tempo vor den Auspuff hält, bleibt es weiß.“ Grund dafür sei die spezielle „ad blue“-Technik, die auf Harnstoff basiert. „Und der Hydraulikkreislauf wurde extra für den Einsatz in Naturschutzgebieten mit biologisch abbaubarem Öl befüllt.“ Auf der Straße ist der Traktor bis zu 60 km/h schnell.

Bei der Präsentation vor wenigen Tagen vor dem Benediktbeurer Kloster segnete ZUK-Rektor Pater Karl Geißinger den großen Schlepper und wünschte den Angestellten allzeit sichere Fahrt. Der Fendt Vario 1050 wird künftig regional die Hackschnitzel für die Energiezentrale des Klosters erzeugen.

Für die anderen Arbeiten im ZUK-Bereich werden andere Fahrzeuge aus Leys Fuhrpark verwendet. Die Zusammenarbeit in dem neuen Waldlehrpfad erfolgt in Abstimmung mit den Bayerischen Staatsforsten. Ley ist es nach eigenen Angaben ein wichtiges Anliegen, das Ökosystem Wald nachhaltig zu pflegen und zu schützen. „Dabei hilft auch moderne Technik.“ 

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