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Die Bichler Feuerwehr ist stolz auf den neuen VW-Bus. Unser Bild zeigt Kommandant Hermann Spanner (4.v.re.), seinen Stellvertreter Alex Bauer (5.v.re.) und Bürgermeister Benedikt Pössenbacher (3.v.re.) mit einigen Kameraden.

Feuerwehr Bichl

Schnelle Hilfe mit neuem Fahrzeug

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Bichl - Die Feuerwehr Bichl hat am Dienstag das neue First-Responder-Fahrzeug in Dienst gestellt. Offizielle Einweihung ist beim Dorffest am 9. Juli.

Bei einem Feuerwehr- oder First-Responder-Einsatz zählt jede Minute – und jede Minute zählte quasi auch für das neue Fahrzeug. Denn bei dem alten lief der TÜV ab. Deshalb wurde das neue Mehrzweckfahrzeug „Florian Bichl 11/1“ schon jetzt in Betrieb genommen.

Die Floriansjünger haben in den vergangenen Monaten viel Arbeit reingesteckt – und ohne die vielen Spender wäre die Finanzierung ohnehin nicht möglich gewesen. Der Feuerwehrverein steuerte 30 000 Euro bei. Das  Geld ist auch dank einiger Veranstaltungen zusammengekommen, etwa Faschingsball und Gartenfest. Momentan sind laut Kommandant Hermann Spanner knapp 8000 Euro zweckgebunden gespendet worden. „Um den Rest zu finanzieren, wird ab Mitte Mai eine Haussammlung in Bichl durchgeführt und es werden die Unternehmen aus Bichl und Umgebung um Spenden gebeten. Weitere Spendengelder werden also noch benötigt.“  Die Gemeinde gibt 17 500 Euro, der Freistaat 12 500 Euro als Zuschuss.

Die Bichler Wehr hat jetzt ein multifunktionales Fahrzeug, das bei allen Einsätzen verwendet werden kann. In dem 150 PS starken VW-Bus T6 haben sechs Personen samt Ausrüstung Platz. Ein Arbeitstisch und eine zeitgemäße Funktechnik ermöglichen den Kontakt mit der Leitstelle und die Abwicklung größerer Einsätze. Vor allem im Heck verbirgt sich individueller Stauraum. Das Konzept haben die Bichler selbst ausgetüftelt und umgesetzt. So gibt es zum Beispiel ein Wärmefach für den Notfallrucksack, damit etwa Infusionen immer gleich auf Körpertemperatur vorrätig sind. „Früher mussten wir erst den ganzen Innenraum im Auto heizen“, sagte Kommandant Hermann Spanner bei der Präsentation. „Wir können also jetzt Strom sparen.“ In den Kammern im Heck ist auch Platz für Handwerkszeug, Wechselkleidung und Büromaterial. Die Bichler haben eine spezielle Luftbildtafel konstruiert, auf der es für jedes Einsatzfahrzeug einen Magnetbutton gibt. So kann man zum Beispiel bei einem Großeinsatz übersichtlich vermerken, wer sich wo befindet.

Auch an die Sicherheit der eigenen Leute wurde natürlich gedacht. Das neue Fahrzeug wurde hinten mit besonderen Reflektoren beklebt, so dass das Auto zum Beispiel bei einem Einsatz im Dunkeln für andere Verkehrsteilnehmer rasch zu erkennen ist.

Das einzige, was noch fehlt, sind LED-Strahler. Auch sie werden für Einsätze in der Dunkelheit oder in dunklen Wohnungen benötigt. „Es wäre super, wenn wir dafür noch die Spenden zusammenbekommen“, sagt Spanner.

Die First Responder aus Bichl sind die einzigen im Loisachtal und decken rund um die Uhr die umliegende Region ab. Sie feiern heuer ihr zehnjähriges Bestehen. Bürgermeister Benedikt Pössenbacher, selbst aktiver Frist Responder, lobte die Ehrenamtlichen sehr für ihren Einsatz – und für die Eigenleistung, die sie für das Fahrzeug erbracht haben. „Es ist großartig, was hier geleistet wird. Auch die Bürger wissen diesen Einsatz zu schätzen.“

Die Bichler Feuerwehr hat derzeit 54 Aktive, davon sind 16 bei den First Respondern. 18 Jugendliche sind in der Ausbildung. Es gibt zwei aktive Feuerwehrfrauen und drei in der Ausbildung.

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