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Das Amtsgericht Weilheim hat einen streitsüchtigen Bichler zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt.

Amtsgericht

Geldstrafe für allzu neugierigen Nachbarn

Bichl/Weilheim - Ein schlimmer Nachbarschaftsstreit in Bichl hat nun vor dem Amtsgericht Weilheim ein Ende gefunden. Ein 69-Jähriger wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Opfer, eine Familie, haben das Dorf mittlerweile verlassen.

Die Angelegenheit ist der Gipfel und zugleich das Ende einer Geschichte, die sich über Jahre hingezogen hat. Wie Richter Michael Eberle berichtet, hat der 69-Jährige den benachbarten Familienvater „ständig wegen irgendwas angezeigt“.

Am 19. November 2014 stand der 69-Jährige bei der Kriminalpolizei in Weilheim, um einen sexuellen Missbrauch anzuzeigen, den er im Haus nebenan beobachtet haben wollte. Diesmal warf er dem Familienvater sexuellen Missbrauch an seinen Töchtern vor. Die zwei Schwestern, so sein Vorwurf, seien nur mit BH bekleidet im Zimmer gestanden, als der Vater den Raum betreten, die Mädchen unsittlich umarmt und weggeführt habe.

Als die Polizei wegen sexuellen Missbrauchs zu ermitteln begann, stellten die Beamten fest, dass die Vorwürfe haltlos waren. Deshalb wurde der Ankläger zum Angeklagten. Vor Gericht sagten auch die beiden Schwestern aus, dass es keinen Missbrauch gegeben habe.

Der 69-Jährige ist bei der Justiz kein unbeschriebenes Blatt. Laut Richter ist er 32-fach vorbestraft, darunter auch einschlägig und hatte mehrere offene Bewährungen.

Der Richter verurteilte den 69-Jährigen jetzt zu einer Geldstrafe von 2400 Euro. Die Familie, die sich damals mit dem streitsüchtigen Mitbürger herumschlagen musste, ist inzwischen in einen anderen Ort gezogen. Der Verurteilte wohnt weiter in Bichl.

Kathrin Hauser

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