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Freie Fahrt herrscht ab diesem Freitag wieder auf der B 472. Martin Glück vom Staatlichen Bauamt begutachtete am Donnerstag das fertige Werk.

Straßenbau zwischen Sindelsdorf und Bichl

Großbaustelle B472: Im Endspurt Zeit gutgemacht

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Bei vielen Autofahrern, aber auch bei Anwohnern der Umleitungsstrecken  dürften die Korken knallen: Nach knapp vier Monaten Sperrung ist die B 472 seit diesem Freitag wieder für den Verkehr freigegeben.

Bichl/Bad HeilbrunnIm verantwortlichen Staatlichen Bauamt Weilheim sieht man den Abschluss der Mammutbaumaßnahme eher nüchtern. „Nein, wir machen ganz unspektakulär auf“, sagt Martin Herda, Abteilungsleiter für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, auf die Frage, ob es Anlass zum Feiern gebe. „Bei größeren Neubauten gibt es einen Spatenstich oder eine feierliche Verkehrsfreigabe – aber das hier war eine Erhaltungsmaßnahme im Bestand.“

Ganz ohne war diese „Erhaltungsmaßnahme“ freilich nicht. 4,2 Millionen kostete die Fahrbahn-Erneuerung auf einer Länge von 8,5 Kilometern zwischen Sindelsdorf und der Einmündung zur B 11 bei Untersteinbach. Die überpünktliche Fertigstellung ist ebenfalls keine Selbstverständlichkeit. Im Vorfeld hatte das Staatliche Bauamt dafür grob Mitte bis Ende Oktober ins Auge gefasst – liegt also mit der Straßeneröffnung am 12. Oktober gut im Rennen. Der schöne Sommer habe eine „reibungslose Abwicklung“ ermöglicht, sagt Herda, der sich auch mit dem „guten Kontakt zu den Baufirmen“ und deren „qualitativer Arbeit“ zufrieden zeigt.

Zuletzt wurde beim Baustellenendspurt Zeit gutgemacht. Wie berichtet wurden in den vergangenen zwei Wochen noch abschließende Erd- und Entwässerungsarbeiten durchgeführt. An den Böschungen wurde Rasen gesät, es wurden Schutzplanken gesetzt und die Fahrbahn markiert. Das ging wegen des trockenen Herbstwetters rascher als gedacht, sodass die Freigabe um eine Woche vorgezogen wurde. Laut Staatlichem Bauamt kann es in den kommenden Wochen wegen Restarbeiten noch zu „geringen Beeinträchtigungen“ kommen. So müssen noch Wegweiser-Schilder montiert werden.

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Als größe Herausforderung bezeichnet Herda den „schwierigen Untergrund“ und das „moorige Gelände“. Genau deswegen sei es zu den Fahrbahnabsenkungen und Wellen in der Straße gekommen, die die Sanierung nötig machten. „Wir haben das Problem behoben, aber nicht die Ursache“, räumt Herda ein. Mehr sei in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen nicht möglich. Deswegen gelte es, die Bundesstraße auch in den kommenden Jahren genau im Auge zu behalten. Speziell in neu dazugekommenen und daher noch nicht so gesetzten Fahrbahnbereichen wie den Ein- und Ausfädelspuren an der Einfahrt der B 11 westlich von Bichl würden weitere Absenkungen wahrscheinlich nicht ausbleiben. Deswegen könnten in den kommenden fünf bis zehn Jahren Nachbesserungen anstehen.  

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