Die Entbuschungsmaßnahme am Hochbichl hat begonnen. Forstarbeiter lichten das Gehölz an dem markanten Hügel aus. Foto: Pröhl

Abholzaktion

Der Hochbichl soll wieder glänzen

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Bichl - Spazierwege, Aussichtsbank, Panoramakarte: Die Gemeinde Bichl hat große Pläne für den Hochbichl, eine Erhebung im Norden der Gemeinde.

Die Gemeinde Bichl will die markante Erhebung Hochbichl wieder herausputzen. Eine Maßnahme, die vor geraumer Zeit schon in der Gruppe der Dorferneuerung diskutiert wurde (wir berichteten), fand jetzt auch Zustimmung im Gemeinderat.

Der Hochbichl liegt im Norden der Gemeinde (Umgehungsstraße, Abzweigung Richtung Penzberg) und ist derzeit alles andere als ansehnlich. Nur wenige wissen, dass das Bergerl eine interessante Geschichte hat: Hier wurde zum Beispiel jener grüne Sandstein abgebaut, der die Grundlage des sogenannten Benediktbeurer Grüns ist, das überall am Maierhof im Kloster Benediktbeuern zu sehen ist. Zudem ist es ein Ort, um den sich viele Sagen aus vergangener Zeit ranken – einst nannte man ihn „Geistbichl“, und angeblich wurde dort auch einmal in Goldschatz gefunden.

Derzeit ist der Hochbichl jedoch recht eingewachsen, und die Felswand kaum zu sehen. Das soll sich jetzt ändern. Der Gemeinderat findet es gut, dass der Hügel hergerichtet und als Aussichtspunkt ein kleines Naherholungsgebiet werden soll. „Der Blick von oben ist nämlich wirklich schön“, sagte Bürgermeister Benedikt Pössenbacher in der jüngsten Sitzung.

Geplant ist, einige Stellen zu entbuschen, damit die Felswand im Südwesten wieder sichtbar wird. Zwei Spazierwege sollen nach oben führen und einer südlich am Hochbichl vorbei. Einen weiteren Spazierweg im Norden lehnten die Räte ab – zu unattraktiv sei das Areal an der Bundesstraße, war die einhellige Meinung. Oben, auf dem „Gipfel“, sollen eine Aussichtsbank und nach Möglichkeit auch eine Panoramatafel aufgestellt werden, auf der die umliegenden Berge erklärt werden. „Wir können ja überlegen, wie sich der Gemeinderat daran beteiligen kann, etwa, in dem wir die Sitzungsgelder dafür spenden“, schlug Zweiter Bürgermeister Markus Geißler vor.

Die Spazierwege nach oben sollen bekiest und „kinderwagengerecht“ werden, sagte Pössenbacher auf Nachfrage von Xaver Bauer. Helmut Kolbeck regte an, Mülleimer aufzustellen. Auch zwei Längsparkplätze entlang der Penzberger Straße sind im Gespräch. Laut Pössenbacher hat es schon Besprechungstermine mit Behörden und dem Amt für Ländliche Entwicklung gegeben.

Die Verwirklichung der Pläne wird im Frühjahr angepackt. Die Entbuschungsmaßnahmen haben begonnen und werden noch solange es die Witterung zulässt weiter durchgeführt. Die Kosten stehen noch nicht fest. Sie dürften aber gering sein. Die Summe wird zwischen Gemeinde und Amt für Ländliche Entwicklung (Fördertopf Dorferneuerung) aufgeteilt.

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