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Sie treten für die Einheitsliste in Bichl an: (hi., v. li.) Werner Krönauer, Helmuth Kolbeck, Andreas Zander, Andreas Eger, Kilian Streidl, Xaver Bauer, Thomas Schäfer, Christian Behm, Michael Knestel, Franziska Waldherr, Christian Schäffler, Erna Sutter, Georg Schöffmann, Matthias Schmid und Martin Zeller sowie (vo., v. li.) Marlies Berger, Andreas Schäfer, Diana Ruf und Benedikt Pössenbacher. 

Es ist die einzige gemeinsame Liste im Loisachtal

Kommunalwahl in Bichl: 24 Kandidaten auf einer gemeinsamen Liste

Zum zweiten Mal nach 2014 wird es bei der Kommunalwahl in Bichl keine Partei-Listen mehr geben, sondern eine gemeinsame Liste. Die 24 Männer und Frauen stellten sich jetzt vor.

Bichl– 13 Bichler Bürger treten zum ersten Mal für die Einheitsliste zur Kommunalwahl am 15. März an. Insgesamt 24 Frauen und Männer bewerben sich um die 14 Gemeinderatssitze. Bürgermeister Benedikt Pössenbacher stellte sich als Wiederbewerber im „Bayerischen Löwen“ mit Kandidaten der Einheitsliste den rund 20 Gästen vor.

Wofür soll Geld ausgegeben werden? Dieser Frage werde sich der neue Gemeinderat stellen müssen, meinte Pössenbacher. Die „rosige“ Haushaltslage hänge mit der guten Konjunktur zusammen. Pössenbacher plädiert für weitere Investitionen in die Infrastruktur. Er nannte die Kanalüberprüfungen, die Instandsetzung und den Neubau von Ortsstraßen, neue Hackschnitzelheizungen und eine neue Photovoltaikanlage, über die aber noch diskutiert werde. Die Umstellung auf LED-Lampen in der Straßenbeleuchtung habe die Stromkosten auf 25 Prozent reduziert.

Für alle 24 Kandidaten hatte Pössenbacher viel Lob übrig. „Euer Engagement verdient viel Anerkennung, leider können nur 14 Sitze vergeben werden“, sagte der Rathauschef. Er, wie jene Kandidaten, die wieder zur Wahl antreten, betonten die gute Zusammenarbeit im Gremium. Nicht alle Kandidaten konnten den Vorstellungstermin wahrnehmen. 19 Wahlkämpfer stellten sich kurz und authentisch vor. Die Mehrheit ist in örtlichen Vereinen aktiv. Das Thema Wohnraum stand an erster Stelle, Naturschutz, Vereine und Tradition folgten.

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Pössenbacher erklärte: 28 Stimmen hat jeder Wähler, er darf aber nur eine Stimme pro Kandidat vergeben. Auf die vier freien Plätze am Ende der Liste dürfen weitere wahlberechtigte Personen eingetragen werden. Pössenbacher äußerte sich auch zu seiner erneuten Kandidatur. Im vergangenen Jahr habe er nach mehreren Todesfällen, darunter Bürgermeister Hans Kiefersauer von Benediktbeuern, nicht mehr antreten wollen. „Das ging mir nahe“, sagte Pössenbacher. Der Zweite und Dritte Bürgermeister sowie weitere Menschen hätten ihn aber dazu bewegt, erneut anzutreten. „Zuletzt bekam ich über 80 Prozent der Stimmen, das war überwältigend“, so der Bichler Bürgermeister.

Außerdem sei die Teamarbeit mit dem Gemeinderat ausschlaggebend gewesen. Nach seiner Initiative vor sechs Jahren tritt heuer zum zweiten Mal eine Einheitsliste zur Kommunalwahl an.

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Einige Weichen für die Zukunft habe der bisherige Gemeinderat gestellt. Pössenbacher nannte den Neubau des Bauhofs in der Falak. Außerdem soll der Gemeinderat im Oktober wieder in Klausur nach Thierhaupten gehen, wo Fachreferate zu kommunalen Themen angeboten werden. Außerdem sollen der Sitzungsdienst und die Dokumente für die Gemeinderäte auf das Allris-System umgestellt werden. Nach Pössenbachers Worten erhält damit jeder Rat einen Laptop. Konflikte und Diskussionen sieht Pössenbacher bei den Themen Gewerbegebiet und Gemeindeflächen. „Wir müssen mit unseren Grundstücken haushalten“, mahnte er. (bib)

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