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Nachwuchstalent am Klavier: Viktoria Waldherr bei ihrem Auftritt im „Bayerischen Löwen“.

Abend für Jung und Alt

Klingendes Bichl: Gute Resonanz bei „Musi machma mitanand“ 

Eine gute Resonanz gab es auch in diesem Jahr bei „Musi mach ma mitanand“ in Bichl. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm.

Bichl Wenn’s in Bichl „Musi mach ma mitanand“ heißt, dann geht es im „Bayerischen Löwen“ wurlig zu. Denn es sind bei dieser Veranstaltung nicht nur viele Kinder und Jugendliche als Mitwirkende auf den Beinen, auch der Zuschauerbereich ist natürlich gut gefüllt. Geschwister, Eltern, Omas und Opas sitzen im Publikum. So war es auch bei der 16. Auflage des dörflichen Sänger- und Musikantentreffens, das Kathi Pössenbacher und Christine Demmel in bewährter Weise im Auftrag der Gemeinde organisiert hatten.

Dem Motto „Jung und Alt, vom Anfänger bis zum Profi“ entsprechend präsentierte sich der Abend mit einem bunt gemischten Programm und Bürgermeister Benedikt Pössenbacher als Ansager. Zu den Jüngsten auf der Bühne zählten die kleinen Flötenkünstlerinnen Josefine Ruf und Leonie Hofmeister, die zusammen mit Melanie Hofmeister unbeirrt von der großen Aufmerksamkeit wohl einen ihrer ersten öffentlichen Auftritte absolvierten.

Ganz ähnlich hielt es das Flötenduo Theresa Filgertshofer und Sophie Schanzer, das von Kathi Pössenbacher auf der Gitarre begleitet wurde. Für Benedikt Wallrapp mit seiner diatonischen Harmonika dagegen war es diesmal bereits die dritte und inzwischen schon etwas routiniertere Teilnahme beim klingenden Bichler Stelldichein. Schneidig spielte die „Schuigassl-Musi“ auf, bei der sich Seppi Gebhart sowie die Brüder Rudi und Schorschi Kramer für das Stückl von den „Unterinner Straßenräubern“ noch die Unterstützung von Mama Barbara Kramer mit ihrer Klarinette holten.

Ein „eingespieltes“ Quartett mit reiner Saiteninstrumenten-Besetzung sind die vier Mädchen von der „Moosbochmusi“, die vor und nach der Pause zu hören waren. Und absolut in die Liga der „Fortgeschrittenen“ einordnen ließ sich die sechsköpfige Volksmusik-Formation „Wuid aufgspuit“ mit ihren gekonnt aufbereiteten Darbietungen.

Dass viele musikalische Menschen lieber auf ein Instrument zurückgreifen als auf ihre Stimme, ist eine schon lange zu beobachtende Entwicklung. In Bichl geht man dagegen an, indem Kathi Pössenbacher schon den Nachwuchs zum Singen anleitet. Doch ganz gleich ob Kinder-, Jugend- oder Kirchenchor, bei allen drei Gruppen wurde deutlich: Singen ist anscheinend eng mit den weiblichen Genen verknüpft und findet in der Männerwelt nur wenige Liebhaber. Die kraftvollen Beiträge des Kirchenchors unter Pössenbachers Leitung bildeten eine Bereicherung des Programms. Mit kräftigen Stimmen ausgestattet sind auch Heidi und Maria Geiger, die als „de zwoa vom Moos“ viel Beifall ernteten.

Wechselnde Musikrichtungen bereiten bei „Musi mach ma mitanand“ kein Problem. Absolut ruhig war es im Saal bei der zarten „Fantasia“ und dem Titel „Pacoca“, die Ulrich Leopold auf der Gitarre beisteuerte – Letzteren im Duo mit Querflötist Florian Helming. Sigrid von Kracht und Moritz Duhm gaben zusammen eine Kostprobe ihrer Geigenkünste, und der junge Klaviervirtuose Moritz Baumann teilte den verdienten Applaus mit Schwester Anna, die mit ihm zusammen das anspruchsvolle „Adagio in Des-Dur“ vortrug. Und wirklich nicht zuletzt fanden Klavier-Nachwuchstalent Viktoria Waldherr und „Klariba“ – ein aus der örtlichen Musikkapelle entsprungenes Klarinettentrio mit Tuba-Begleitung – die Sympathien der Zuhörer. So abwechslungsreich klingt’s, wenn Bichl „mitanand Musi macht.“  Rosi Bauer

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