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Georg Deiser mit seiner Rarität: Eine Ente, die früher als Wohnmobil unterwegs war. 

Alte Fahrzeuge, junger Verein

Bei erster Ausfahrt der Oldtimer-Freunde Bichl ist ganz besondere „Ente“ mit dabei 

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Wenn die Interessengemeinschaft für Oldtimer in Bichl am Sonntag ihre Fahrzeuge präsentiert, wird vermutlich eine „Ente“ die Blicke besonders stark auf sich ziehen.

Bichl– Die relativ junge Interessengemeinschaft für Oldtimer in Bichl lädt an diesem Sonntag, 13. Oktober, zu ihrer ersten Ausfahrt sowie anschließend zu einer Fahrzeugpräsentation am Bichler Maibaum ein.

Dem Zusammenschluss gehören rund 50 Oldtimer-begeisterte Frauen und Männer an – die meisten aus Bichl, aber auch aus der Umgebung, berichtet Georg Deiser, der sich um die ganze Organisation kümmert. Die Idee, sich zusammenzuschließen, geht zurück bis ins Jahr 2015, als man für das Bichler Bezirksmusikfest eine Oldtimer-Ausstellung organisierte. Weil das Wetter dann jedoch sehr schlecht war, fiel die Schau buchstäblich ins Wasser beziehungsweise fand in wesentlich kleinerem Umfang statt, erinnert sich Deiser: „Wir hatten uns sehr viel Mühe gemacht, sogar eine Tombola organisiert.“

Oldtimer in Bichl: „Ente“, Baujahr 1972, wurde als Wohnmobil gebaut

Deiser interessiert sich seit vielen Jahren für Oldtimer. „Meine große Freude daran ist, dass diese Fahrzeuge alle eine Geschichte haben, und durch die einfache Technik kann man noch selber dran schrauben“, sagt der Bichler. Er besitzt eine Zündapp aus dem Jahr 1957 sowie eine ganz besondere „Ente“. „Eine Rarität“, schwärmt Deiser. Der Citroën 2CV, Baujahr 1974, ist eines von jenen Modellen, die in Frankreich als Wohnmobile gebaut wurden.

Am Maibaum in Bichl sind am Sonntag jede Menge Oldtimer zu sehen

 „Der Aufsatz wurde jedoch runtergeschnitten, deshalb ist es quasi ein Pickup“, sagt der Bichler. Der silberfarbene Zweisitzer mit 24 PS verfügt zudem über kein Schiebedach. Die „Ente“ und viele andere Fahrzeuge werden am Sonntagnachmittag am Bichler Maibaum präsentiert. Zu sehen sind Motorräder, Bulldogs, Zündapps und einige Autos. Die ältesten Zweiräder stammen aus den 1930er- und 40er-Jahren, sagt Deiser. Die jüngeren Modelle müssen mindestens 30 Jahre alt sein, um als Oldtimer zu gelten.

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Die Bichler Oldtimer-Freunde wollen sich bewusst nicht als Verein zusammenschließen, „um das ganze unkompliziert zu halten“, sagt Deiser. Einen Stammtisch gibt es noch nicht, „aber für das nächste Jahr ist so was in Planung“. Ziel ist, einmal im Jahr eine Ausfahrt zu machen und die Fahrzeuge zu präsentieren. Die Rundfahrt startet um 9.30 Uhr am Gasthaus Ludlmühle. Es gibt zwei Strecken: Die langsamen Bulldogs fahren über Obersteinbach, Hohenbirken und Penzberg nach Sindelsdorf, die schnelleren Mopeds und Motorräder fahren über Kochel und Schlehdorf nach Sindelsdorf. Dort treffen sich alle zur Einkehr im Gasthaus Post in der Dorfmitte.

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Ab 15 Uhr stehen dann alle Fahrzeuge am Maibaum in Bichl zur Präsentation. Für musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Die Bichler freuen sich über zahlreiche Besucher und stehen gerne für Fragen zur Verfügung. Bei Regen werden Rundfahrt und Präsentation jedoch nicht stattfinden.

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